Mediterraner Blue Zones Eintopf

Blue Zones sind Regionen in der Welt, in denen besonders viele alte Menschen leben und sich dabei guter Gesundheit erfreuen. Dieser Eintopf beinhaltet viele Aspekte der Ernährung der 100-Jährigen: frisches, saisonales Gemüse, Hülsenfrüchte, frische Kräuter und hochwertige Öle. Idealerweise wird er auf kleiner Flamme und etwas länger gekocht, um möglichst viel der Vitalstoffe zu erhalten. Der Eintopf ist sehr suppig, ähnlich einer Minestrone. Ein Pesto schmeckt besonders gut dazu,

 

eintopf blue zones
Rezept drucken
5 from 2 votes

Mediterraner Blue Zones Eintopf

Vorbereitung15 Min.
Zubereitung30 Min.
Arbeitszeit45 Min.
Portionen: 4 Personen

Zutaten

  • 800 g Saisongemüse, max. 3-4 Sorten: z.B. Karotten, Süßkartoffeln, Hokkaidokürbis, Fenchel, 1 kleine Lauchstange, 1 Selleriestange (oder ein Stück Sellerieknolle), Pastinaken, Petersilienwurzel, Zucchini, Brokoli, Kohlrabi
  • 4-6 aromatische Tomaten, z.B. Ochsenherz - optional in der Saison
  • 80 g Puy-Linsen - oder andere Berglinsen
  • 1 TL Ghee - alt. Olivenöl
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe - optional
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 l Gemüsebrühe - bei Bedarf mehr
  • 1 Handvoll frische Kräuter, z.B. Rosmarin, Thymian, Oregano - oder 1-2 EL getrocknete Kräutermischung (Italienische Mischung oder Kräuter der Provence)
  • 1 TL Paprikapulver edelsüß
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • 1 Bund Petersilie - alternativ Rucola

Anleitung

Vorbereitung

  • 1. Linsen waschen und ca. 30-60 Minuten einweichen
  • 2. Gemüse waschen, schälen und würfeln, Tomaten würfeln
  • 3. Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch klein hacken
  • 4. Frische Kräuter abzupfen und grob hacken, Petersilie waschen, trocknen und grob schneiden

Zubereitung

  • 1. In einem großen Topf Ghee erhitzen, Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch anbraten bis die Zwiebeln glasig und weich sind.
  • 2. Gemüse, Linsen und Tomatenmark zugeben und umrühren, bis alles gut vermischt ist.
  • 3. Tomatenstücke, Paprikapulver und Lorbeer zufügen, mit der Brühe aufgießen, kurz aufkochen lassen.
  • 4. Auf kleiner Flamme bei fast geschlossenem Topf ca. 25-30 Minuten köcheln, evtl. noch etwas Flüssigkeit zugeben. Gegen Ende der Kochzeit die Kräuter untermischen. Die Linsen sollten am Ende weich und bissfest sein.
  • 5. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
  • 6. Zum Schluß mit frischer Petersilie garnieren und nach Belieben einen EL Ghee oder Olivenöl über den Eintopf träufeln.

Anmerkungen / Variationen

Kräuter-Cashew-Pesto
  • 20 g Cashewkerne (alt. Pinienkerne, Walnusskerne)
  • Je 1 Handvoll Basilikum- und/oder Rucolablätter (alt. Feldsalat)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 ml Olivenöl
  • ½ TL Salz
  • etwas grob gemahlener Pfeffer
Zubereitung
  1. Die Cashewkerne mit kochendem Wasser übergießen und ca 30 Minuten einweichen (wenn’s schnell gehen soll kann man auch Cashewmus verwenden).
  2. Knoblauch schälen, klein schneiden, mit einer Prise Salz bestreuen und ca 10 Minuten zur Seite stellen.
  3. Die Kräuter waschen, abtrocknen, Blätter abzupfen und grob hacken.
  4. Alle Zutaten mit einem Pürierstab grob zu einem cremigen Pesto mixen.

Kohlrabiblätter-Brennesselsuppe

Im Frühjahr und Frühsommer, wenn der Kohlrabi mit saftigen, jungen Blättern verkauft wird (oder aus dem Hochbeet kommt), lohnt es sich, diese als Suppe zu verwenden. Es wäre zu schade, sie wegzuschmeissen. Man kann die Blätter kombinieren mit Kräutern, Gartengrün, anderen Blattgemüsen oder auch solo zubereiten.

 

kohlrabiblaetter suppe

2 Bewertungen

Drucken

Kohlrabiblätter-Brennesselsuppe

Vorbereitung

Kochen

Total

Yield 4 Personen

Zutaten

  • ca 10-12 frische grüne Kohlrabiblätter (von 2 Kohlrabi)
  • 1 Handvoll junge Brennesselspitzen (falls vorhanden)
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • Koriandersamen, grob gemörsert
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 125 ml Kokosmilch
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 1 TL Oregano (alt. Majoran, Thymian oder Kräutermischung), frisch oder getrocknet
  • Salz und Pfeffer

Anweisungen

Vorbereitung

  1. Die Kohlrabiblätter von den Stängeln befreien, waschen und grob schneiden.
  2. Brennesselblätter mit kochendem Wasser übergiessen, abtropfen lassen und grob hacken.
  3. Kartoffeln, Schalotten und Knoblauch schälen und würfeln.

Zubereitung

  1. Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln glasig anschmoren, Knoblauch und Koriandersamen zugeben und ca. 30 Sek. mitschmoren. Karoffelwürfel zugeben und mit der Gemüsebrühe ablöschen, ca. 15 Minuten kochen.
  2. Die Kohlrabiblätter zugeben und weitere 10 Minuten köcheln, danach die Brennesseln zufügen und noch 5 Minuten simmern.
  3. Die Kokosmilch zufügen, nochmals kurz zum Kochen bringen und die Suppe pürieren.
  4. Mit Zitronensaft, Kräutern, Salz und Pfeffer abschmecken.

Ingwer-Knoblauch-Suppe gegen Erkältungen

In den Wintermonaten gibt es immer wieder Grippewellen, die uns manchmal eiskalt erwischen. Ingwer ist ein super wärmendes Gewürz und ein beliebtes Mittel bei Erkältungen, Schnupfen und Nebenhöhlenerkrankungen. In diesem Rezept werden die antibakteriellen Eigenschaften von Knoblauch und Zwiebeln dazugemischt für eine herzhafte, wärmende Suppe, die sehr gut vorbeugend oder, wenns uns mal erwischt hat, gegen Erkältungen wirkt. Shitakepilze geben zusätzlich Energie und die optionalen Gemüsesorten sorgen für eine vollwertigere Mahlzeit.

 

erkältungsuppe
Rezept drucken
5 from 1 vote

Ingwer-Knoblauch-Suppe

Vorbereitung10 Min.
Zubereitung20 Min.
Arbeitszeit30 Min.
Portionen: 2 Portionen

Zutaten

  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 70 g Ingwer
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 1 grüne Chili - optional
  • 100 g Weißkraut
  • 2 mittelgroße Karotten
  • 1,5 l Gemüsebrühe - alternativ Bonebroth oder Geflügelfond
  • 80 g Shitakepilze - alternativ 40 g getrocknete aus dem Bioladen (werden vorher 1 Std. in Wasser eingeweicht)
  • 2 EL Ghee
  • 1/2 TL Kurkuma
  • Salz und 1/2 TL gemörserte Pfefferkörner
  • 1 Handvoll Petersilienblätter - alternativ Korianderblätter

Anleitung

Vorbereitung

  • 1. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und fein schneiden, die Chili entkernen und fein hacken. Den Ingwer sehr fein würfeln oder reiben.
  • 2. Weißkraut in Streifen schneiden. Karotten waschen und in Ringe schneiden.
  • 3. Die Pilze, falls verwendet, mit einem Tuch säubern, Stengel entfernen und in größere Stücke schneiden.
  • 4. Petersilienblätter waschen, trockentupfen und grob hacken.

Zubereitung

  • 1. Ghee in einem Kochtopf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer dazugeben und anschwitzen.
  • 2. Pilze (falls verwendet) dazugeben und ca. 2 Minuten mit anbraten.
  • 3. Die Kochflüssigkeit und das Gemüse dazugeben. Auf kleiner Flamme leicht köcheln, bis die Zutaten weich sind. Dann die Chili und Gewürze zugeben und nochmals 5 Minuten köcheln.
  • 4. Zum Schluß die gehackten Kräuter zugeben und servieren.

Anmerkungen / Variationen

Auch ohne Erkältung ist diese Suppe eine wärmende Wohltat. Ist man gesund, kann man nach Belieben weitere Gemüsesorten der Saison hinzufügen, z.B. Sellerie, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Grünkohl etc. (im Krankheitsfall wäre ein Übermaß an Gemüse schwierig für die eher schon schwache Verdauung). Mit gekochtem Getreide (Reis, Gerste, Quinoa oder Hirse) als Beilage wird diese Suppe zur vollwertigen Wintermahlzeit.

Gemüsebrühe (als Paste)

Der Spätsommer ist die beste Zeit, um diese wertvolle Paste als Brühengrundlage zu produzieren. Denn dann gibt es die besten regionalen Gemüsesorten vom Bauern und Liebstöckel sowie Petersilie (oder andere Kräuter) aus dem Garten haben noch genügend frische, junge Triebe.

Die Angaben im Rezept sind sehr variabel und man nimmt, was eben gerade verfügbar ist in beliebiger Relation, das ist „home made“ :-). Wichtig ist nur das Verhältnis von Gemüse zu Salz von ca 5:1 oder 6:1. Habe in versch. Kochanleitungen beide Verhältnisangaben gefunden, beide probiert und es passt. Mehr Salz konserviert etwas länger, ist meine Vermutung. Und man muss darauf achten, dass man beim Abschmecken vorsichtig mit dem Salzstreuer umgeht ;-).

Gemüsebrühe

Vorbereitung

Total

Yield 2-3 Gläser

Zutaten

  • 200 g Knollensellerie
  • 200 g Karotten
  • 200 g Pastinaken (falls vorhanden gemischt mit Petersilienwurzel)
  • 1-2 Lauchstangen (ca. 200 g)
  • 50 g Zwiebeln
  • 100 g Fenchel (optional)
  • ca. 80 g Petersiliengrün
  • ca. 50 g Liebstöckel (Maggikraut)
  • ca 150 g hochwertiges Steinsalz
  • etwas Olivenöl

Anweisungen

  1. Die Kräuter waschen, trocken schütteln und kleinschneiden.
  2. Gemüse waschen und abbürsten, Sellerieschale und Pastinakenschale entfernen, Zwiebeln schälen.
  3. Gemüse grob würfeln und in einem leistungsfähigen Mixer mit den Kräutern klein schreddern
  4. In einer Schüssel das Gemüse mit dem Salz gut durchmischen. Es sollte eine feuchte, körnige Masse entstehen.
  5. In die Gläser füllen, mit etwas Olivenöl abdecken udn verschliessen. An einem dunklen kühlen Ort oder im Kühlschrank lagern.
  6. Für die Brühe etwa 1-2 TL der Paste (oder je nach Belieben) mit 500 ml heißem Wasser mischen.

Hält sich ca. 6 Monate.

gemüsebrühe paste

Notizen

Die Paste lässt sich weiter verfeinern mit z.B. 10 g Steinpilzpulver, 1 EL Tamari, 1 TL Wacholderbeeren, 1 EL Zitronenschale

 

Buttermilch als Sauce oder Suppe

Buttermilch war früher, bevor es vom Joghurt auf der Beliebtheitsskala verdrängt wurde, ein viel genutztes Milchprodukt. Sie ist sehr verdauungsfördernd und leicht verdaulich, während Joghurt als schwerverdaulich gilt und eher Verstopfung auslösen kann.
Dieses Rezept lässt sich als Sauce oder Suppe servieren. In einem ayurvedischen Reinigungszyklus kann es täglich (tagsüber) verzehrt werden.

Wichtig ist die hohe Qualität der Buttermilch, ideal vom Bauern oder Bioladen. Bifidus- oder Acidophilusmilch funktionieren ebenfalls.

Buttermilchsauce

Kochen

Total

Yield 4 Personen

Zutaten

  • 1/2 l Bio- oder Bauern-Buttermilch
  • 1/4 l Wasser oder Gemüsebrühe
  • Kokosöl (im Sommer) oder Ghee
  • je 1/2 TL Kreuzkümmel- und Senfsamen (alt. Panch Puren Gewürzmischung)
  • ½ TL Kurkuma
  • Salz

Anweisungen

  1. Öl oder Ghee erhitzen, Kreuzkümmelsamen (oder Panch Puren) anrösten.
  2. Wasser (oder Brühe) zugeben und leicht erhitzen.
  3. Topf vom Herd nehmen, Buttermilch und Kurkuma zugeben.
  4. Mit Salz abschmecken und warmhalten (Zimmertemperatur)

Die Sauce oder Suppe wird zimmerwarm serviert. Zu starkes Erhitzen läßt die Buttermilch ausflocken.

Notizen

VariationenMan kann Currypulver oder andere Würzmischungen nach Belieben verwenden.

Wenn man die Sauce mit mehr Wasser zubereitet, kann sie als Suppe verwendet werden.