Die Kraft der Prävention

Wie wol­len wir leben auf einem gesun­den Weg ins hohe Alter? Die­se Fra­ge beschäf­tigt vie­le und das seit tau­sen­den von Jah­ren. Nun steht sie wie ein Brenn­glas im Raum und wir sind mehr oder weni­ger gezwun­gen, uns damit aus­ein­an­der zu set­zen. Ein beson­ders tücki­sches Virus kon­fron­tiert uns mit unbe­ant­wor­te­ten Gesund­heits­fra­gen, aber auch mit The­men wie Vor­sor­ge, Frei­heit und Angst.

In die­sem Span­nungs­feld sind mir in den letz­ten Mona­ten immer wie­der die Begrif­fe Keim­theo­rie (germ theo­ry) und Ter­rain­theo­rie (ter­rain theo­ry) begegnet.

 

Die Keimtheorie

Sie wur­de von Lou­is Pas­teur auf­ge­stellt und besagt, dass man in der Regel dann erkrankt, wenn man einem Infek­ti­ons­er­re­ger (Bak­te­ri­en, Viren, Pil­ze, Para­si­ten) aus­ge­setzt ist. In der Fol­ge wird alles getan, um den Erre­ger mit medi­zi­ni­scher Inter­ven­ti­on zu „eli­mi­nie­ren”, sei es durch Medi­ka­men­te, Anti­bio­ti­ka oder Imp­fun­gen. In der Regel ver­spricht die­ser Weg einen rela­tiv schnel­len Erfolg, wenn geeig­ne­te Mit­tel zur Bekämp­fung der Krank­heit vor­han­den sind. Wenn das nicht geht wie in der ktu­el­len Pan­de­mie, kom­men hygie­ni­sche Maß­nah­men, Kon­takt­ver­mei­dung und Mas­ken­tra­gen zum Einsatz.

 

Die Terraintheorie

Die­se Theo­rie sieht das Krank­heits­ge­sche­hen ganz­heit­li­cher. Sie wur­de von Antoi­ne Bech­amp ent­wi­ckelt und besagt, dass unser Gesund­heits­zu­stand durch die inne­re Umge­bung (Ter­rain) unse­res Kör­pers bestimmt wird, man kann es auch als inne­res Milieu bezeich­nen.
Die­se Theo­rie wird duch die Erfor­schung des Mikro­bi­o­ms in den letz­ten 20 Jah­ren unter­mau­ert. Ein Kör­per mit einem gesun­den Mikro­bi­om oder Darm­mi­lieu leis­tet einem Erre­ger ordent­lich Wider­stand und kann ihn evtl. sel­ber „ent­sor­gen”. Auch hier kön­nen Krank­heits­sym­pto­me auf­tre­ten, die Ver­läu­fe sind aber sehr mild.

 

Welche Theorie ist nun die „richtige”?

Die 2 Ansät­ze wer­den ger­ne mit dem Bei­spiel eines Fisches visua­li­siert. Annah­me: Der Fisch ist krank. In der Ter­rain­theo­rie wür­de man sagen: rei­ni­ge das Was­ser­be­cken (clean the tank), in dem der Fisch schwimmt. In der Keim­theo­rie wür­de man dan Fisch iso­lie­ren, behan­deln und evtl. imp­fen (iso­la­te or vac­ci­na­te the fish). Das schmut­zi­ge Was­ser wür­de im Becken bleiben.

fisch im glas

In den Dis­kus­sio­nen, die ich zu den Theo­rien gele­sen habe, schei­nen sich die 2 Lager dog­ma­tisch gegenüberzustehen.

Die Keim­theo­re­ti­ker glau­ben, das Milieu hat kei­nen Ein­fluss auf Krank­hei­ten. Ein Erre­ger wird mit che­mi­scher Inter­ven­ti­on unschäd­lich gemacht und der Pati­ent gesun­det. Pro­blem gelöst. Man muss nichts ändern, die Ver­ant­wor­tung wird an exter­ne Fak­to­ren abge­ge­ben.
Wenn wir die Sicht­wei­se dar­auf redu­zie­ren, lau­fen wir Gefahr, dass wir in immer kür­ze­ren Zeit­räu­men eine Infek­ti­ons­krank­heit nach der ande­ren mit immer neu­en Kei­men bekämp­fen und uns nie­mals auf die Ursa­chen ein­las­sen. Dazu müss­ten wir tie­fer schau­en, in die The­men Umwelt­schutz, gesun­de Böden und art­ge­rech­te Tier­hal­tung. Und natür­lich in die Lebens- und Ernäh­rungs­wei­se der Men­schen. Es gibt kei­nen Erre­ger, der Dia­be­tes oder Fett­lei­big­keit, Sucht und Depres­si­on ver­ur­sacht. Aber jeder Erre­ger oder Virus fin­det im Umfeld eines trü­ben Was­ser­be­ckens (Über­ge­wicht, Dia­be­tes, redu­zier­te Immun­kraft, geschwäch­te Lun­gen durch Umwelt und Rau­chen, etc.) ein frucht­ba­res Feld, um sich aus­zu­brei­ten und Scha­den anzurichten.

Die Ter­rain­theo­re­ti­ker haben in einer infek­tö­sen Erkran­kung die Zeit gegen sich. Um ein unge­sun­des Mikro­bi­om in ein gutes Milieu zu ver­wan­deln, bedarf es meist einer Umstel­lung zu guter Ernäh­rung, regel­mä­ßi­ger Bewe­gung, aus­rei­chen­dem Schlaf, gerin­ger Trauma­be­las­tung, stress­frei­em Lebens­stil. Das geht nicht von heu­te auf mor­gen, es kann Wochen, Mona­te oder län­ger dau­ern, bis die Maß­nah­men zur „Rei­ni­gung des Beckens“ umge­setzt sind. Und es erfor­dert eini­ges an akti­ver Mit­ar­beit.
Für man­che sind es gro­ße Hür­den,
schlech­te Gewohn­hei­ten auf­zu­ge­ben, Gewicht zu redu­zie­ren, Ände­run­gen des Lebens­stils vor­zu­neh­men und chro­ni­schen Stress abzu­bau­en. Es bedeu­tet auch, sel­ber Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men für die Stär­kung des Immun­sys­tems. Die Nah­rungs­mit­tel-Indus­trie ist dabei übri­gens kein Ver­bün­de­ter. Die über­dreh­te Frei­zeit­in­dus­trie auch nicht. Hel­fen kön­nen Men­schen, die sich damit aus­ken­nen, anfan­gen könn­te man mit den Weis­hei­ten der Groß­müt­ter. Oder alten Heil­tra­di­tio­nen wie Ayur­ve­da und TCM

 

Beide Theorien haben unterschiedliche Funktionen

Sie kön­nen sich ergän­zen und gemein­sam den Men­schen auf sei­nem Gesund­heits­weg unter­stüt­zen. Sie wer­den je nach Kon­text ein­ge­setzt. Ein akut bedroh­li­ches Virus ist mit der Ter­rain­theo­rie schwe­rer zu bekämp­fen. Hier wür­de man je nach Erkran­kung eine keim­theo­re­ti­sche Behand­lung wäh­len, sogar dann, wenn das Milieu kurz­fri­sitg wei­ter geschä­digt wer­den könn­te (z.B. län­ge­re Anti­bio­ti­ka-Behand­lun­gen). Aber: In die­ser Theo­rie ist der Keim ein „Feind”, dem man den Kampf ansa­gen muss. Bei vie­len Men­schen ent­steht dadurch Angst, was das Immun­sys­tem und die Hei­lungs­chan­cen mindert.

Auf der ande­ren Sei­te kann man klar erken­nen: das Milieu beein­flusst die Wahr­schein­lich­keit, Schwe­re und Dau­er einer Infek­ti­on. Das Zau­ber­wort heißt  Prä­ven­ti­on, was der Ter­rain­theo­rie ent­spricht. Es ist nie zu spät, damit zu begin­nen. Es ist auch der Weg der ayur­ve­di­schen Wei­sen. Die ers­ten Kapi­tel ihrer umfang­rei­chen Schrif­ten waren den The­men Lebens­stil und Ernäh­rung gewid­met. „Clean the tank” ist die Devi­se. Dies wie­der­um nimmt die Angst vor schwe­rer Krank­heit und ermög­licht ein lan­ges und gesun­des Leben.

 

Titel­bild aus Pixabay/Elenza

Ayurvedische Sicht auf Epidemien

Die Wis­sen­schaf­ten der letz­ten Jahr­zehn­te bestä­ti­gen immer wie­der alte, tra­di­tio­nel­le Heil­leh­ren. Ein Para­dies für uns Ayur­ve­dis oder die Ver­tre­ter der Tra­di­tio­nel­len Chi­ne­si­schen Medi­zin. Die Erfor­schung des Mikro­bi­o­ms und die Chro­no­bio­lo­gie (Medi­zin-Nobel­preis 2017) sind bes­te Bei­spie­le.
Nun gibt es in den über 2000 Jahe alten Tex­ten der Ayur­ve­dis — man hören und stau­ne — ein Kapi­tel über Epi­de­mien (1). Wie sie ent­ste­hen, sich mani­fes­tie­ren und was man dage­gen tun kann. Man kann­te damals Krank­hei­ten, die eine gan­ze Regi­on oder ein gan­zes Land betref­fen und zer­stö­ren kön­nen (heu­te Epi­de­mien). Das Kapi­tel schil­dert einen Dia­log zwi­schen dem Meis­ter Atreya und sei­nem Schü­ler Agni­ve­sa. Über die Aktua­li­tät der Aus­sa­gen war ich bei jedem Satz ein ums ande­re Mal verblüfft.

 

Die Charakteristik von Epidemien

Agni­ve­sa fragt: Wie kommt es, dass Men­schen mit unter­schied­li­cher Vita­li­tät, Lebens­wei­se, Ernäh­rung, geis­ti­ger Fähig­kei­ten und Alter gleich­zei­tig von der­sel­ben epi­de­mi­schen Krank­heit betrof­fen wer­den können?”

Atreya ant­wor­tet: „Agni­ve­sha! Obwohl die phy­si­sche Kon­sti­tu­ti­on des Men­schen unter­schied­lich sein kann, gibt es exter­ne Fak­to­ren, die allen Indi­vi­du­en gemein­sam sind: Luft, Was­ser, Erde/Boden und Jah­res­zei­ten (sans­krit: Vayu, Jala, Desha und Kala). Eine abnor­ma­le Ver­än­de­rung bzw. Ver­schmut­zung die­ser Natur­ele­men­te führt zu öko­lo­gi­schen Ungleich­ge­wich­ten und dar­aus resul­tie­ren­den zer­stö­re­ri­schen Krankheiten”.

Atreya beschreibt im wei­te­ren Ver­lauf, wie sich die unheil­vol­len Ver­än­de­run­gen zeigen:

  • Die Luft­ver­schmut­zung wird bestimmt von einer Häu­fung von Wind­stil­le oder über­mä­ßi­gen Stür­men, Wir­bel­stür­men und Zyklo­nen. Hit­ze­pe­ri­oden und Käl­te­ein­brü­che sind ein wei­te­rer Fak­tor, eben­so das Vor­han­den­sein von unge­sun­dem Geruch, Gasen, Sand, Asche und Rauch.
  • Eine Was­ser­ver­schmut­zung erkennt man an abnor­ma­lem Geruch, Far­be und Geschmack, einer bestimm­ten Kleb­rig­keit und dar­an, dass es kei­ne Was­ser­vö­gel sowie kaum Fische gibt und ande­re Tie­re das Was­ser nicht trin­ken würden.
  • Die Ver­schmut­zung des Bodens defi­niert er mit abnor­ma­ler Far­be, Geruch und Geschmack, unge­wöhn­li­cher Kleb­rig­keit, einer über­mä­ßi­gen Anzahl u.a. von Schlan­gen, Mücken, Flie­gen, Rat­ten, Gei­ern und Scha­ka­len sowie Unkraut und Kriech­pflan­zen. Aus­ge­laug­te und aus­ge­trock­ne­te Böden sind wei­te­re Merk­ma­le. Die Ern­ten blei­ben aus bzw. wer­den von Schäd­lin­gen ver­nich­tet. Unwet­ter, Über­schwem­mun­gen, Erd­be­ben und Natur­ka­ta­stro­phen tre­ten gehäuft auf. Eben­so wird die Rauch­ent­wick­lung am Boden erwähnt.
  • Ungüns­ti­ge Ände­run­gen in den Jah­res­zei­ten zei­gen sich, wenn ihr Ver­lauf zu früh oder spät ein­setzt oder es für die Jah­res­zeit zu kalt oder zu heiß ist. Ver­än­de­rung der Pla­ne­ten und der Son­ne, die sich kup­fer­rot oder sehr weiß färbt, dau­er­haft trü­be, wie von Wol­ken ver­han­gen ist, wer­den eben­falls beschrieben.

 

Die Ursache von Epidemien

Dann fragt Agni­ve­sa Atreya: „Meis­ter! Was ist die Haupt­ur­sa­che für das Ungleich­ge­wicht und die Ver­schmut­zung, die ein Fak­tor für zer­stö­re­ri­sche Epi­de­mien sind?” 

Atrey­as Ant­wort: „Die Haupt­ur­sa­che für eine Epi­de­mie ist Unge­rech­tig­keit. Wenn z,B. die Herr­scher von Staa­ten, Städ­ten und Gemein­schaf­ten nicht mehr dem recht­schaf­fe­nen Weg fol­gen und ihre Unter­ge­be­nen unge­recht behan­deln, tra­gen die­se ein­fa­chen Men­schen aus Dör­fern und Städ­ten und die Kauf­leu­te die­ses unre­de Ver­hal­ten wei­ter. Wenn Gerech­tig­keit und Tugend ver­schwin­den, hat die Unge­rech­tig­keit die Ober­hand und die Göt­ter ver­las­sen die­sen Ort. An die­sen Plät­zen ver­än­dern sich die Jah­res­zei­ten, z.B. es reg­net nicht zur rich­ti­gen Zeit, gar nicht oder es gibt abnor­ma­le Nie­der­schlä­ge, Der Wind weht nicht rich­tig, die Böden sind beein­träch­tigt, die Was­ser­re­ser­voirs trock­nen aus. In die­sem Pro­zess ver­lie­ren Kräu­ter ihre Wirk­sam­keit und ster­ben ab, Lebens­mit­tel ver­lie­ren ihren Nähr­wert, die Trink­quel­len sind beein­träch­tigt. Dar­aus fol­gen Epidemi­en auf­grund ver­schmutz­ter Umwelt und Lebensmittel.

Eben­so ist Unge­rech­tig­keit eine Ursa­che für die Zer­stö­rung von Gemein­schaft und sozia­lem Leben durch Krieg. Auf­grund von zuneh­men­der Gier, Wut, Anhaf­tung und Ego, grei­fen sich Men­schen in Tötungs­ab­sicht gegen­sei­tig an. Sie kön­nen den Feind angrei­fen oder von ihm ange­grif­fen wer­den, weil sie als schwach ange­se­hen werden.

 

Atrey­as Ant­wort bezieht sich hier auf die Begrif­fe von Dhar­ma und Adhar­ma. Dhar­ma wird mit Ethik, Recht, Gerech­tig­keit, Tugend, Wahr­haf­tig­keit, Beschei­den­heit oder Reli­gi­on über­setzt. Adhar­ma ist das genaue Gegen­teil, das in fal­sches Ver­hal­ten, fal­sche Lebens­füh­rung, fal­sches Vor­bild, Belei­di­gung des eige­nen Intel­lekts (sans­krit: pra­j­na­pa­ra­dha) und letzt­lich immer in die Kri­se führt. Ein unrei­nes Herz oder ein Man­gel an Tugend  stört die sub­ti­len Rhyth­men der Natur, von denen unser Leben abhängt. 

Aus die­sem Kon­text lässt sich schlie­ßen, dass die Immun­kraft auf­grund der beschrie­be­nen mate­ri­el­len und psy­chi­schen Fak­to­ren abnimmt und der Kör­per anfäl­lig wird für ver­schie­de­ne Infek­tio­nen. Die Pro­ble­me der Men­schen beein­träch­ti­gen in Fol­ge auch die Tier- und Pflan­zen­welt und ver­min­dern die Lebens­en­er­gie so stark, dass die Abwehr­me­cha­nis­men nicht mehr aus­rei­chen, um Epi­de­mien zu verhindern. 
Das ein­zi­ge Mit­tel, um eine Pest zu bekämp­fen, ist all­ge­mei­ner Anstand. Albert Camus, The Pla­gue, 1947
 

Vorbeugung und Hilfreiche Maßnahmen bei Epidemien

Atreya erklärt Agnis­e­sha: Des­halb, O! Agni­ve­sha, sollt ihr medi­zi­ni­sche Kräu­ter sam­meln, bevor die Böden zer­stört sind und ihre Frucht­bar­keit ver­lie­ren, was zu Beein­träch­ti­gun­gen des Geschmacks, der Potenz, der trans­for­ma­to­ri­schen Wir­kung und der spe­zi­fi­schen Heil­ei­gen­schaf­ten führt. Wir wer­den mit die­sen poten­ten Kräu­tern epi­de­mi­sche Krank­hei­ten lin­dern, vor­aus­ge­setzt, die Kräu­ter wer­den recht­zei­tig gesam­melt, ver­ar­bei­tet, kon­ser­viert und ord­nungs­ge­mäß verabreicht”.

Zusätz­li­che ayur­ve­di­sche Heil­me­tho­den sieht Atreya als Rezept für das, was er „das Manage­ment und den Schutz des Lebens in einer Zeit der Epi­de­mie“ nann­te. Auf der kör­per­li­chen Ebe­ne ist das z.B. die Rei­ni­gungs­kur Pan­cha­k­ar­ma und die Behand­lung mit stär­ken­den Eli­xie­ren (Rasaya­nas) aus den recht­zei­tig gesam­mel­ten Heil­pflan­zen. Eben­so ein Lebem in Ruhe, Har­mo­nie und im Rhyth­mus der Natur (Tages- und Jah­res­zei­ten), der Auf­ent­halt an fried­li­chen Orten und das Woh­nen in einem gesun­den Zuhause.

Auf der men­ta­len Ebe­ne wird ein tugend­haf­tes Leben emp­foh­len. Die Wir­kung von Wahr­haf­tig­keit, Mit­ge­fühl für Lebe­we­sen, Respekt vor der Natur, Wohl­tä­tig­keit, reli­giö­se Pra­xis oder Man­tra­sin­gen wer­den als sehr effek­tiv ange­se­hen. Eben­so die Gemein­schaft und der Aus­tausch mit Älte­ren, Gebil­de­ten und Wei­sen, die sich durch Selbst­be­herr­schung, Glau­ben und einen rei­nen Geist auszeichnen.

 

Conclusio

Die­ser Text ist ein Spie­gel für die The­men unse­rer Zeit. Wir fin­den Hin­wei­se zu Kli­ma­ver­än­de­rung, der Aus­wir­kung von Luft­ver­schmut­zung durch Indus­trie, Brand­ro­dung und Wald­brän­de (die rote Son­ne im rauch­ver­han­ge­nen Him­mel), Dür­ren, Über­schwem­mun­gen, der Min­de­rung der Nah­rungs­mit­tel- und Was­ser­qua­li­tät, usw.. Zahl­rei­che Wis­sen­schaft­ler haben in den letz­ten Mona­ten immer wie­der auf die Ver­knüp­fung von Kli­ma und Epi­de­mien hin­ge­wie­sen. Der öster­rei­chi­sche Gesund­heits­öko­lo­ge Cle­mens Arvay hat ein lesens­wer­tes Buch „Wir kön­nen es bes­ser” dazu ver­öf­fent­licht. Lösen wir das Kli­ma­pro­blem, wer­den wir alle gesün­der leben, das ist auch mei­ne per­sön­li­che Überzeugung.

Eben­so fin­den wir im Text Hin­wei­se zu Fol­gen von kor­rup­ten Eli­ten und Macht­ha­bern (der Fisch stinkt vom Kopf), der Sche­re zwi­schen arm und reich, dem Ver­lust von sozia­ler Gerech­tig­keit, der Spal­tung der Gesell­schaft, usw.. Ver­blei­ben wir in die­sem Adhar­ma-Zustand, wer­den wir in einer per­ma­nen­ten Kri­se leben mit all den bekann­ten gesund­heit­li­chen, men­ta­len und sozia­len Fol­gen und ab und an in einem epidemischen/pandemischen Ausnahmezustand. 

Doch wir kön­nen kraft­voll gegen­steu­ern. Ein authen­ti­sches und auf­rich­ti­ges Leben füh­ren, auf die Gesund­heit ach­ten, Men­schen und Flücht­lin­gen in Not hel­fen, geeig­ne­te Cha­rak­te­re in Füh­rungs­po­si­tio­nen wäh­len und vie­les mehr.
Dies kre­iert eine heil­sa­me Ener­gie, die das eige­ne Umfeld und weit dar­über hin­aus tau­sen­de von Men­schen indi­rekt posi­tiv beein­flus­sen kann. Gutes Essen, Medi­ta­ti­on, Yoga, Atem­übun­gen, Ent­span­nung, sozia­les Enga­ge­ment sind z.B. per­fek­te Werk­zeu­ge auf die­sem Weg. 

 

Quel­len: (1) Jana­pa­dodhwansani­yam / Cha­ra­ka Sam­hi­ta, Vima­na stahna, Ch.3

Wei­te­re Links: sehens­wer­tes Video von Dr. John Douil­lard zu Ayur­ve­da und Epidemien

Titel-Pho­to by Tonik on Unsplash

Das Immunsystem „hochfahren”

Lang­sam und vor­sich­tig beginnt ein neu­er Lebens­ab­schnitt. Wir dür­fen das home­of­fice ver­las­sen, uns mit der erwei­ter­ten Fami­lie und Freun­den tref­fen, ins Restau­rant gehen und im Park Yoga machen. Wer noch Lust und Geld zum Shop­pen hat kann auch das fast unein­ge­schänkt wie­der tun. Was fehlt ist die früh­lings­haf­te Leich­tig­keit, die uns in die­sen Wochen nor­ma­ler­wei­se auf allen Ebe­nen auf­le­ben lässt.

Für die meis­ten von uns stellt sich nach den Lock­down-Ein­schrän­kun­gen nun die Fra­ge, wie wir nach den Locke­run­gen „wei­ter machen“. Was wir ändern (oder auch bei­be­hal­ten) möch­ten im Leben. Und vor allem wie wir sicher­ge­hen, dass wir gesund blei­ben und dem Virus angst­frei begeg­nen können.

 

Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen

Es gibt eine Ant­wort, die uns sehr viel Macht gibt, aber auch unse­re vol­le Eigen­ver­ant­wor­tung ein­for­dert. Wir bestim­men über­wie­gend sel­ber, wie stark unser Immunys­tem Ein­dring­lin­ge abweh­ren kann. Wie leicht oder schwer wir auf all­fäl­li­ge Gesund­heits­ri­si­ken reagie­ren. Vie­len ist gar­nicht bewußt, wie viel Selbst­hei­lungs­kräf­te in uns ste­cken, wie­vie­le Krank­hei­ten wir eh per­ma­nent abweh­ren, wenn unser Immun­sys­tem sei­nen Job machen kann. Die stärks­ten Unter­stüt­zer sind dabei Ernäh­rung, Lebens­stil, Bewe­gung, Schlaf und Gelassenheit.

Heu­te (Mit­te Mai) sind wir in der Situa­ti­on, dass wir gleich­zei­tig viel und wenig über Coro­na­vi­ren wis­sen. Die Wis­sen­schaft­ler und Medi­zi­ner sind sich über vie­le Din­ge nicht ganz klar und vor allem nicht einig. Es wird noch dau­ern, bis alle Fak­ten gesam­melt und aus­ge­wer­tet sind. Ganz wird das nie gelin­gen, vie­les wird in dem Daten­sa­lat ver­schwom­men und kon­tro­vers dis­ku­tier­bar blei­ben, damit wer­den wir leben müssen.

Aber das spielt kei­ne Rol­le für unse­ren ganz per­sön­li­chen Gesund­heits­plan. In unse­rer direkt erleb­ba­ren Wahr­neh­mung gibt es einen Virus und unse­re Gesund­heit. Damit die­se zwei sich nicht nega­tiv beein­flus­sen gibt es Emp­feh­lun­gen, auf die wir uns rela­tiv leicht ver­stän­di­gen kön­nen. Z.B. dass regel­mä­ßi­ges Hän­de­wa­schen eine gute Idee ist. Oder dass man zuhau­se blei­ben soll­te, wenn man sich fieb­rig und geschwächt fühlt. Ein rück­sichts­vol­les Mit­ein­an­der wird noch für eine län­ge­re Zeit einen gewis­sen Abstand zu ande­ren Men­schen erfor­dern. Vie­le über­brü­cken die­se räum­li­che Distanz mit Herzenswärme.

Mehr ist nicht zu tun. Wir kön­nen pro­ak­tiv han­deln, uns ohne Angst stär­ken und schüt­zen und damit auch für die Men­schen um uns her­um sor­gen. Ich gehe davon aus, dass durch die Angst und Panik in vie­len Hot­spots eine kol­lek­ti­ve Immun­schwä­chung statt­ge­fun­den hat. Das gilt es für die Zukunft zu verhindern.

Gehen wir davon aus, dass Viren uns schon immer beglei­tet haben und das wei­ter­hin wer­den, ist unser stärks­ter Game­ch­an­ger ein gesun­der Kör­per. Das momen­ta­ne Coro­na-Virus ist tücki­scher als ande­re, aber die meis­ten Men­schen schei­nen asym­pto­ma­tisch oder mit eher leich­te­ren Sym­pto­men zu reagie­ren. Anders als die SARS-Epi­de­mie 2002 traf das neue Coro­na­vi­rus aller­dings auf eine Bevöl­ke­rung, die sich in den letz­ten 10–15 Jah­ren wesent­lich unge­sün­der ernährt und kräf­te­mä­ßig am Anschlag gelebt hat. Es ist durch­aus mög­lich, dass die­ses Virus uns vor 15 Jah­ren weit weni­ger belas­tet hätte.

 

Die Grenzen des Public Health

Wie und wo das öffent­li­che Gesund­heits­we­sens an sei­ne Gren­zen stößt haben wir schmerz­lich erlebt. Und wir zäh­len in Deutsch­land und Öster­reich zu den Glück­li­che­ren, wofür ich sehr dank­bar bin. In die­sem Kon­strukt sind wir eher macht­los und die ange­bo­te­nen Lösun­gen beschrän­ken sich auf Medi­ka­men­te und Impf­stof­fe, die dem Spuk ein Ende berei­ten sol­len. So opti­mis­tisch ich beim ers­te­ren bin, so unwahr­schein­lich erscheint mir eine schnel­le Lösung durch einen ver­ant­wor­tungs­voll aus­ge­tes­te­ten Impf­stoff. Nicht zuletzt des­halb schrei­be ich die­ses Plä­doy­er für die Stär­kung des Immun­sys­tems in Eigen­re­gie, denn das ist rela­tiv ein­fach zu bewerkstelligen.

Von den Gesund­heits­mi­nis­tern wer­den lei­der kei­ne Infor­ma­tio­nen geteilt zur Stär­kung des Immun­sys­tems. Dass da mal einer sagen wür­de, dass gute Ernäh­rung, viel Bewe­gung und aus­rei­chend Schlaf gesund hält?
Aber dann den­ke ich, wenn Polit­kern unse­re Gesund­heit wirk­lich ein Anlie­gen wäre, wenn „Leben ret­ten” Prio­ri­tät hät­te, dann gäbe es gut bezahl­te Pfle­ge­kräf­te, kein Gly­pho­sat auf den Fel­dern, elen­de Bedin­gun­gen in der Mas­sen­tier­hal­tung oder völ­lig über­zu­cker­te Kin­der­le­bens­mit­tel. Die nähr­stoffreie und pes­ti­zid-belas­te­ten Lebens­mit­tel in den Super­märk­ten kann man auch lega­li­sier­te Ver­gif­tung nen­nen. Dafür hät­ten wir Lebens­mit­telam­peln, auf­klä­ren­de Hin­wei­se auf den Ver­pa­ckun­gen von beson­ders krank­ma­chen­dem Junk­food, Kam­pa­gnen für prä­ven­ti­ve Gesund­heits­maß­nah­men, Ernäh­rungs­leh­re in der Schu­le, fri­sches und gesun­des Essen in Kan­ti­nen und jetzt kom­me ich vom The­ma ab… ;-).

 

Erfolgreich das Immunsystem stärken

Dies sind die wich­tigs­ten immun­stär­ken­den Tipps, als Spick­zet­tel für die nächs­te Pres­se­kon­fer­nez unse­rer Gesundheitsminister.

 

1. Sich viel in der Natur bewegen

Der Früh­ling mit sei­nen vie­len son­ni­gen Tagen ist wie von Gott gesandt, als Hil­fe in die­ser ange­spann­ten Zeit. Wir kön­nen fri­sche Luft tan­ken, spa­zie­ren oder wan­dern gehen, Rad fah­ren, an einem Fluss oder See sit­zen, je nach­dem wo man zuhau­se ist. Bewe­gen wir uns im Wald, kön­nen wir die beru­hi­gen­de und hei­len­de Kraft der Bäu­me ein­at­men. Heu­te nennt man das „Wald­ba­den” und die Ter­pe­ne als Boten­stof­fe zwi­schen den Bäu­men wer­den in vie­len Publi­ka­tio­nen gepriesen.

Wer ger­ne Aus­dau­er­sport­ar­ten und High inten­si­ty Trai­ning mit hohem Mus­kel­ein­satz betreibt, schüt­tet sog. Myo­ki­ne aus, das sind Mus­kel­hor­mo­ne, die sich sehr posi­tiv auf die Immun­re­gu­la­ti­on auswirken.

 

2. Die Ernährung optimieren

Die Ver­dau­ung ist der wich­tigs­te Schlüs­sel für die Gesund­heit. Läuft sie rund, dann ist in der Regel das Mikro­bi­om im Darm vari­an­ten­reich und ein Power­house für den Stoff­wech­sel und die Auf­nah­me von Nähr­stof­fen. Hier kann man mit einer gesun­den Ernäh­rung immens viel errei­chen. Ein star­kes Ver­dau­ungs­sys­tem ist gleich­be­deu­tend mit einem star­ken Immun­sys­tem.
Das Mikro­bi­om wird übri­gens vom Virom in unse­rem Kör­per beein­flusst. Viren sind per­ma­nen­te Bewoh­ner in unse­rem Kör­per, man ver­gisst das in der gan­zen Dis­kus­si­on ger­ne mal. Ihre Infor­ma­tio­nen ermög­li­chen unse­re Evo­lu­ti­on. Wür­den Viren und Bak­te­ri­en nicht stän­dig unser Abwehr­sys­tem aktiv hal­ten, wäre es bald aus mit der Immun­kraft. Wenn wir zuviel des­in­fi­zie­ren übri­gens auch.

Die wich­tigs­ten Ernährungstipps:

  • Hoch­wer­ti­ge Bio-Lebens­mit­tel ein­kau­fen, vor allem fri­sches Obst und Gemü­se der Saison
  • Frisch und unkom­pli­ziert kochen
  • Pflan­zen­ba­sier­te Nah­rung bevorzugen
  • Hoch­wer­ti­ge Gewür­ze und Kräu­ter verwenden
  • zur rich­ti­gen Zeit die rich­ti­ge Men­ge essen, ide­al ist ein klei­nes Früh­stück, gro­ßes Mit­tag­essen, klei­nes und frü­hes Abendessen
  • Mit Ruhe und Auf­merk­sam­keit essen
  • Auf Zwi­schen­mahl­zei­ten verzichten
  • Zwi­schen den Mahl­zei­ten aus­rei­chend Zeit las­sen für die Ver­dau­ung, je nach indi­vi­du­el­ler Ver­dau­ungs­kraft ca. 3–5 Stunden
  • Wei­zen, Zucker und Milch­pro­duk­te aus Mas­sen­tier­hal­tung vermeiden
  • Con­ve­ni­ent Food vermeiden
  • Die Essens­men­ge der Ver­dau­ung­kraft anpas­sen, meist heißt das weni­ger essen
  • Hei­ßes Was­ser, Ing­wer- oder Zitro­nen­was­ser, Kräu­ter­tees trin­ken, am bes­ten schluck­wei­se über den Tag verteilt
 
3. Fastentage einplanen

In der ers­ten Pha­se des Lock­downs habe ich vom Fas­ten abge­ra­ten, weil es unter Stress den Kör­per eher desta­bi­li­siert. Inzwi­schen wäre die Zeit reif für ein mil­des Detox- oder Fas­ten­pro­gramm. Kei­ne Extrem­ku­ren, eher Boden­stän­di­ges: z.B. einen oder meh­re­re Tage pro Woche oder zwei mal im Monat nur Gemü­se­sup­pen, klei­ne Men­gen gedämpf­tes Gemü­se, etwas Obst essen. Dazu sind der­zeit Kohl­ra­bi, Spar­gel, Radies­chen, Brok­ko­li, Karot­ten, Stan­gen­sel­le­rie, Früh­kraut, Ruco­la, Asi­en­sa­la­te, Man­gold und Spi­nat per­fekt. Eben­so hei­mi­sche Wild­pflan­zen, die gera­de über­all wach­sen: Bär­lauch, Bren­nes­sel, Löwen­zahn, Sauer­amp­fer, Gän­se­blüm­chen, Thy­mi­an, Sal­bei, Peter­si­lie oder Holun­der.
Eine Aus­wahl an Fas­ten­tags-Rezep­ten: Kit­cha­ri, Mung­boh­nen­sup­pe, Reis­sup­pe, gedämpf­tes Gemü­se, Sel­le­rie-Shot

 

4. Immunstärkende Supplemente ergänzen

Vit­amin C, Vit­amin D und Zink sind die bekann­tes­ten immun­stär­ken­den Mikronährstoffe.

Vit­amin C kann man durch opti­ma­le Ernäh­rung gene­rie­ren, dazu braucht es nicht liter­wei­se Oran­gen­saft (zu viel Zucker), ein Weiß­kraut­ge­richt oder Weiß­kraut­saft sind viel stär­ke­re Vit­amin-C-Boos­ter. Auch Brok­ko­li, Sel­le­rie, Spi­nat, Zitrus­früch­te, San­dorn, Bee­ren und Ace­ro­la gehö­ren zu den idea­len Lieferanten.

Vit­amin D ist ein Eck­pfei­ler des Immun­sys­tems und bil­det sich durch einen Auf­ent­halt in der Son­ne, dabei sind Mor­gen- und Abend­son­ne meist nicht aus­rei­chend. Ca 20–30 Minu­ten in der Mit­tags­son­ne ermög­li­chen eine gute Ver­sor­gung. Ist das nicht mög­lich, eig­nen sich Vitamin-D-Tropfen.

Die­se inter­es­san­te Gra­fik ver­an­schau­licht die mil­den Krank­heits­ver­läu­fe von Covid-19-Pati­en­ten mit höhe­ren Vitamin-D-Spiegeln.

 

Für Freun­de des bri­ti­schen Humors: Dr. John Camp­bell, ein Medi­zi­ner mit der benei­dens­wer­ten Gabe, kom­ple­xe medi­zi­ni­sche Ver­bin­dun­gen für den Lai­en leicht ver­ständ­lich auf den Punkt zu brin­gen, erklärt in die­sem Video die Vor­tei­le von Vit­amin D für unser Immunsystem.

Zink kann man als Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel ein­setz­ten. Bei Vit­amin D und Zink ist es wich­tig, vor­her mit einem Arzt oder Heil­prak­ti­ker sei­nen Sta­tus bestim­men zu las­sen. Dann kann eine sinn­vol­le Dosie­rung ein­ge­stellt werden.

 

5. Mental entspannen

Unser Leben war für die meis­ten ein­deu­tig zu schnell. Umso mehr erken­nen wir jetzt den Sinn in der Ent­schleu­ni­gung. Durch Yoga, Medi­ta­ti­on, Tai Chi/Qi Gong, in die Natur gehen, Pau­sen machen, ein Buch lesen, in der Hän­ge­mat­te schau­keln, Me-time ein­pla­nen und vie­les mehr. Abwä­gen, was bringt oder hält mich in Balan­ce, was för­dert ein gesun­des und glück­li­ches Leben, das auch für mein Umfeld för­der­lich ist.

Beson­ders ent­span­nend: Digi­tal Fas­ting. Pau­sen von News und sozia­len Medi­en sind immens wich­tig für die men­ta­le Gesund­heit. In den letz­ten Wochen hat sich die Ver­wir­rung und Unsi­cher­heit von Wis­sen­schaft, Medi­zin und Poli­tik in äußerst pola­ri­sie­ren­den News ent­la­den. Eine Ernäh­rung mit viel Vital­stof­fen macht den Geist sehr klar, in der Yoga­spra­che nennt man das satt­visch. Ein kla­rer Geist ist der bes­te Schutz gegen den Angst­vi­rus. Mit die­ser offe­nen inne­ren Hal­tung kann man Infor­ma­tio­nen wert­frei ver­ar­bei­ten, trotz­dem kri­tisch hin­ter­fra­gen, und ech­te von gefak­ten news unter­schei­den. Damit bleibt man ent­spannt und angst­frei. Das bla­me game, woher das Virus kommt und wer davon pro­fi­tiert, ist nur fürs Ego und den Prä­si­den­ten wich­tig, hat mit unse­rem Leben aber wenig zu tun.

 

6. Ausreichend schlafen

Klappt das mit der Ent­span­nung dann ist auch der Schlaf tie­fer und erhol­sa­mer. Geht man ca. 2 Stun­den vor Mit­ter­nacht ins Bett, hat der Kör­per aus­rei­chend Zeit zu rege­ne­rie­ren. Und sich neben­bei zu ver­jün­gen, auf­zu­räu­men, Fal­ten zu glät­ten, die Emo­tio­nen des Tages zu ver­abei­ten und vie­les mehr. Es wird emp­foh­len, min­des­tens 30 Minu­ten bis 1 Stun­de vor dem Schla­fen­ge­hen Fern­se­her, Com­pu­ter und Smart­pho­ne abzu­schal­ten und dem Tag einen fried­li­chen Abschluss zu geben. Was immer das für jeden ein­zel­nen ist.

 

 
7. Die Prioritäten im Leben feintunen

Wenn man den Stu­di­en zu den Lebens­ge­heim­nis­sen der Hun­dert­jäh­ri­gen folgt, lernt man über Dhar­ma (Sans­krit) oder iki­gai (Japan), bei­des Syn­ony­me für den Sinn des Lebens. Die Men­schen in die­sen Gesell­schaf­ten ver­su­chen, ihrer inne­ren Stim­me zu fol­gen, im Rhyth­mus mit der Natur und inner­halb ihrer per­sön­li­chen Glücks­zo­ne zu leben. Die inne­re Kon­gru­enz mit dem äuße­ren Tun ist eine sehr wich­ti­ge Kom­po­nen­te für Gesund­heit.
Jetzt haben wir die Zeit, unser bis­he­ri­ges Leben neu zu sor­tie­ren, wenn wir es möch­ten. Fra­gen dazu sind: Was tut mir gut, wo sind mei­ne Talen­te, was lie­be ich, womit nüt­ze ich mir und mei­nen Mit­men­schen glei­cher­ma­ßen und kann ich damit mei­nen Lebens­un­ter­halt bestreiten.

Posi­ti­ve Gedan­ken und Hand­lun­gen sowie live Kon­tak­te mit ande­ren Men­schen sor­gen für ein men­ta­les und see­li­sches Gleich­ge­wicht. Wenn man in die­sem inne­ren flow lebt, wird/bleibt das Immun­sys­tem stark. Und es kön­nen schmerz­li­che Ein­schnit­te, wie wir sie gera­de erle­ben, leich­ter abge­fe­dert wer­den, man wird resi­li­ent und nicht so schnell aus der Bahn gewor­fen. Das inne­re Glück ist virenfrei :-).

 

 

Notfallplan fürs Immunsystem

In case of emergency

 

Bäng. Da ist sie also, die Zäsur.
Über einen Zeit­raum von weni­gen Tagen hat ein Virus und die dar­aus fol­gen­den poli­ti­schen Kon­se­quen­zen unser aller Leben auf den Kopf gestellt. Und immer wie­der höre ich den Satz: „end­lich mal Pau­se, wenn auch zwangsweise”.

Jeder von uns hat die letz­ten Wochen unter­schied­lich erlebt und doch sind bei den meis­ten die Gefüh­le sehr ähn­lich. Zuerst waren da Still­stand, Pau­se, Schock, Unsi­cher­heit, Ungläu­big­keit, Ver­drän­gung. Dann kam die Pha­se der Infor­ma­ti­ons­flut auf allen Kanä­len. Pros, Con­tras, der eine Exper­te sagt dies, der ande­re das. Was will man hören, was soll man glau­ben? Neben­bei ver­la­gert sich in Licht­ge­schwin­dig­keit das Lebens in digi­ta­le Räu­me. Zoom machts möglich.

Wie und war­um das Virus in die Welt kam, kön­nen wir Lai­en nicht beur­tei­len. Die Wis­sen­schaft­ler schie­nen nicht sooo über­rascht, haben zu Coro­na­vi­ren schon lan­ge geforscht und immer wie­der Simu­la­tio­nen erstellt. Dass sie so zer­stö­re­risch wir­ken konn­ten, liegt wohl an einer Rei­he von Umstän­den, die sich gegen­sei­tig poten­zier­ten. Und das Virus traf auf eine Welt­be­völ­ke­rung, die seit Jahr­zehn­ten ihr Immun­sys­tem durch Stress, Umwelt­gif­te und eine sehr unge­sun­de Ernäh­rung stark her­ab­ge­setzt hat. Deren Leben auf Kan­te genäht war, in allen Berei­chen. Deren Erschöp­fung und Schlaf­lo­sig­keit bereits chro­nisch war. Die auch mit Krank­heits­sym­pto­men pflich­schul­dig zur Arbeit gin­gen. Wie wenn ein Trop­fen das Fass zum über­lau­fen bringt, wirk­ten schein­bar die Abweh­mög­lich­kei­ten der Men­schen nicht mehr aus­rei­chend, zumal ja noch kei­ne Anti­kör­per gebil­det sind. Eine Ana­lo­gie zur Kli­ma­kri­se drängt sich durch­aus auf.

 

Gesundheit in Eigenverantwortung

Bei aller Ver­wir­rung, die sich gera­de aus­ge­brei­tet hat, gibt es EINE gesich­ter­te Erkennt­nis: Wir müs­sen unse­re Gesund­heit eigen­ver­ant­wort­lich auf der rich­ti­gen Spur hal­ten. Wir haben es im gro­ßen und gan­zen in der Hand, unse­re Abwehr­kräf­te so zu stär­ken, dass wir nur in Not­fäl­len das über­stra­pa­zier­te Gesund­heits­sys­tem in Anspruch neh­men müs­sen.
Es macht sehr viel Sinn, so zu leben und sich so zu ernäh­ren, dass man mit einem star­ken Immun­sys­tem vira­len oder bak­te­rio­lo­gi­schen Angrif­fen Paro­li bie­ten kann. Alte natur­heil­kund­li­che Tra­di­tio­nen, egal ob aus Indi­en, Chi­na, Euro­pa oder Süd­ame­ri­ka, leh­ren genau das: Prä­ven­ti­on ist das Zau­ber­wort. Seit es Men­schen gibt ken­nen wir Krank­hei­ten und alle Kuk­tu­ren ent­wi­ckel­ten Gegen­mit­tel aus der Natur. Eines der Prä­ven­ti­ons­mit­tel ist ein Leben in Syn­chro­ni­zi­tät mit der Natur.

 

Empfehlungen zur Stärkung

Selbst­ver­ständ­lich waren seit Aus­bruch der Kri­se sofort auch alle Kanä­le voll mit Tipps, wie man sich schüt­zen kann und was jetzt zu tun und las­sen ist und wel­ches Essen und wel­che Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel und Maß­nah­men unbe­dingt wich­tig sind. Ich war eben­falls ver­sucht, sofort aktiv zu wer­den. In die­sem Over­flow muss­te ich dann aber erst mal sor­tie­ren. In die Tie­fe gehen und füh­len, was sich stim­mig anfühlt. Natür­lich ist alles, was die Ayur­ve­dis je gesagt und geschrie­ben haben, dazu gedacht, das Immun­sys­tem zu stär­ken. Und ich könn­te jeden ermu­ti­gen, der jetzt Zeit hat zuhau­se, mei­ne 60+ Blog­ar­ti­kel zu lesen um damit gerüs­tet zu sein für eine per­fek­te Gesundheit.

Aber es ist nicht die Brei­te an Infor­ma­tio­nen wich­tig, son­dern die Tie­fe weni­ger Maß­nah­men. Heu­te schrei­be ich also kei­ne Lis­te mit Tipp 1 — XX, son­dern das, was für mich gera­de stim­mig ist. Auf was mein Sys­tem auto­ma­tisch zurück­fällt in die­ser Aus­nah­me­si­tua­ti­on. Maß­nah­men, von denen ich aus lan­ger Erfah­rung weiß, dass sie auf allen Ebe­nen sta­bi­li­sie­ren. Den Geist klä­ren für Ent­schei­dun­gen, die dem­nächst anste­hen. Jeder kann für sich hin­ein­füh­len, ob das eine oder ande­re für die eige­ne Lebens­si­tua­ti­on pas­sen könn­te. Oder ob man etwas Neu­es aus­pro­bie­ren möch­te, in die­ser Zeit wo das Alte eh gera­de aus­ein­an­der fällt.

Dis­c­lai­mer: dies sind kei­ne Emp­feh­lun­gen, um den Coro­na­vi­rus abzu­wen­den oder von Covid-19 geheilt zu wer­den, noch gibt es kei­ne Medi­zin dafür. Sie stär­ken jedoch Immun­sys­tem und Abwehr­kräf­te erheb­lich. Ich gehe davon aus, dass wir die­se brau­chen wer­den in den nächs­ten 8–12 Monaten.

 

In die Natur gehen

Wie beru­hi­gend ein Spa­zier­gang drau­ßen, idea­ler­wei­se im Son­nen­licht ist, müs­sen wir nicht dis­ku­tie­ren, alle Men­schen haben die­se Erfah­rung schon gemacht. Beson­ders ver­stärkt wird dies bei Spa­zier­gän­gen im Wald, das heu­te immer öfter auch the­ra­peu­tisch ange­wen­det wird. 30–60 Minu­ten sind eine gute Zeit, je län­ger je besser.

 

Beim Bioladen oder Bauern des Vertrauens frisches Obst und Gemüse einkaufen

In ange­spann­ten Zei­ten ach­te ich auf Nah­rung, die beson­ders viel Lebens­en­er­gie (Pra­na) lie­fert. Sie ist för­der­lich, um die Selbst­hei­lungs­kräf­te anzu­re­gen. Bei Bau­ern- oder Bio­lä­den ist die Qua­li­tät in der Regel sehr hoch und man erhält sai­so­na­le und regio­na­le Ware. Gemü­se, das der­zeit kei­ne Sai­son hat, ver­wen­de ich nicht (Zuc­chi­ni, Toma­ten, Kür­bis z.B.).
Bil­li­ge und min­der­wer­ti­ge Nah­rungs­mit­tel aus indus­tri­el­lem Anbau sind Teil des der­zei­ti­gen Pro­blems. Sie haben unse­re Gesund­heit genau da hin gebracht, wo wir heu­te ste­hen, des­halb ist der Ein­kauf beim Dis­coun­ter kei­ne Alter­na­ti­ve. Der klei­ne Mehr­preis im Bio­la­den ist es mir wert, gesund zu blei­ben. Fol­ge­kos­ten von krank­heits­be­ding­ten Aus­fäl­len bei Selb­stän­di­gen sind immer höher. Und ich will die klei­nen Händ­ler unter­stüt­zen, die die Lebens­mit­tel­ver­sor­gung der­zeit mit auf­recht halten.

In der Spei­se­kam­mer habe ich immer einen Grund­stock an Bio-Lebens­mit­teln, mit denen ich schnell was zau­bern kann. Hier eine klei­ne Ein­kaufs­hil­fe.

 

Frisch und unkompliziert kochen

Für die meis­ten von uns ist das mit dem Kochen nun eh kei­ne Wahl mehr, wenn die Restau­rants geschlos­sen blei­ben müs­sen. Men­schen im home­of­fice haben mehr Zeit, weil das Pen­deln ins Büro ent­fällt und ent­de­cken viel­leicht ihre kuli­na­ri­schen Talen­te. Frisch gekoch­tes Essen schmeckt nicht nur bes­ser, es ist defi­ni­tiv immun­stär­kend. Damit man das aber ein paar Wochen durch­hal­ten kann, sind ein­fa­che und unkom­pli­zier­te Mahl­zei­ten sinn­voll, man muss nicht stun­den­lang in der Küche ste­hen. Obwohl ich von vie­len, die tat­säch­lich lahm­ge­legt sind, von erstaun­lich lan­gen Küchen­zei­ten höre. Es ist ja auch ein biss­chen Medi­ta­ti­on und will­kom­me­ne Ablenkung. 

Ich mag nicht dar­an den­ken, wie die Men­schen, die die gehams­ter­ten Nudeln, Fer­tig­ge­rich­te, Tief­kühl­kost und das Dosen­es­sen in den nächs­ten 4 Wochen zu sich neh­men, aus der ver­ord­ne­ten Qua­ran­tä­ne her­aus­kom­men. Das Immun­sys­tem geht damit auf alle Fäl­le auf Talfahrt.

 

Suppen und einfache Eintöpfe kochen

Sie haben den Vor­teil, dass sie sehr leicht ver­dau­lich sind und mit hoher Nähr­stoff­dich­te punk­ten. Je mehr Flüs­sig­keit in den Mahl­zei­ten, umso bes­ser. Sup­pen mit viel Gemü­se (z.B. Min­e­s­t­ro­ne) und Ein­töp­fe kom­bi­nie­ren sich leicht mit näh­ren­dem Reis, Hir­se, oder Qui­noa. Alle 2–3 Tage ein Dhal lie­fert wich­ti­ge Pro­te­ine und Bal­last­stof­fe. Min­des­tens 90% der Spei­sen soll­ten jetzt vege­ta­risch und vegan sein.
Die Rezep­te, die ich am meis­ten koche:

  • Erkäl­tungs­sup­pe: aller­dings ver­wen­de ich nicht jedes Mal die­se gro­ße Men­ge an Knob­lauch und Ing­wer. Aber als Basis­sup­pe ist sie ein­fach himmlisch.
  • Reis­sup­pe zum Früh­stück: es ist Bär­lauch­zeit, der Sauer­amp­fer wächst bereits im Beet und im Bio­la­den gibt es Ruco­la, der pefekt passt.
  • Gemü­se­cur­ry: passt immer und über­all. Der­zeit mit Kohl­ra­bi, Karot­ten oder Süß­kar­tof­feln, Brok­ko­li oder Roma­nes­co, Lauch, Kräutern.
  • Man­del-Dat­tel-Crè­me: Sehr stär­kend und ange­nehm süß ohne extra Zucker.

Ich neh­me eher Abstand von kal­tem Essen, küh­len­den Smoot­hies (1 Aus­nah­me s.u.), Sala­ten, Detox-Grün­zeugs, rohem oder roh-vega­nem Essen, eis­kal­ten Smoot­hie­bowls und sog. Super­food-Pül­ver­chen. Es ist jetzt war­me, leicht ver­dau­li­che Nah­rung ange­sagt, ECHTES Essen, das unser Sys­tem auf­grund unse­rer Kul­tur und Tra­di­ti­on sofort erkennt. Genau die­ses wirkt auf­bau­end und sta­bi­li­sie­rend. Das ande­re kommt spä­ter wie­der dran.

 

Hochwertige Gewürze und Kräuter verwenden

Sie die­nen nicht nur zum Wür­zen son­dern haben u.a. auch anti­vi­ra­le, anti­bio­ti­sche und/oder ent­zün­dungs­hem­men­de Wir­kung. Sie för­dern die Ver­dau­ung, die durch das zuhau­se­sit­zen mit weni­ger Bewe­gung evtl. etwas lang­sa­mer arbei­tet. Am meis­ten ver­wen­de ich Kur­ku­ma und Ing­wer, aber auch Cur­ry­mi­schun­gen oder medi­ter­ra­ne Kräutermischungen.

 

Die größte Mahlzeit zu Mittag essen

Wann, wenn nicht jetzt, kann man das end­lich mal aus­pro­bie­ren. Es ist für vie­le Men­schen heu­te eine so gro­ße Her­aus­for­de­rung, die­ses Timing, das für unse­re Vor­fah­ren der Nor­mal­fall war, umzu­set­zen. Dabei sagen nicht nur die Chro­no­bio­lo­gen, dass mit­tags die bes­te Zeit ist für die Haupt­mahl­zeit, da sie gut ver­daut wer­den kann und Ener­gie für den Rest des Tages lie­fert. Das Immun­sys­tem ist am stärks­ten, wenn wir mit den Rhyth­mus der Natur leben und essen. Ein klei­nes Früh­stück, ergie­bi­ges Mit­tag­essen und klei­nes, frü­hes Abend­essen ist der chro­no­bio­lo­gi­sche Idealfall.

Bio­lä­den und Restau­rants haben (in Öster­reich) die Erlaub­nis, Mit­tag­essen zu kochen zum abho­len. Falls es sich mal gar­nicht aus­geht, sel­ber zu kochen, ist das Bestel­len von fri­schem Bio­es­sen auf alle Fäl­le ein win-win für bei­de Seiten.

 

Zucker so gut wie möglich vermeiden! Weizen und Milchprodukte reduzieren

Ein Immun­räu­ber par excel­lence ist Zucker. Ich süße daher nur mit klei­nen Men­gen Reis­si­rup (fruk­to­se­frei), Dat­tel­si­rup, Dat­teln oder Kokos­blü­ten­zu­cker. Zucker ist vor allem ver­steckt in Fer­tig­ge­rich­ten und ver­ar­bei­te­ten Lebens­mit­teln.
Statt Wei­zen ver­wen­de ich Kamut­pro­duk­te (eine Urwei­zen­sor­te). Das gilt für Brot und Pas­ta. Wobei ich Pas­ta nur max. 1–2 mal pro Woche zu mir neh­me. Es ist ein hoch­ver­ar­bei­te­tes Pro­dukt, das nicht all­zu­vie­le Nähr­stof­fe lie­fert.
Milch­pro­duk­te besor­ge ich in Form von Roh­milch, Bau­ern­but­ter und Käse aus Bio­land­wirt­schaft. Nicht täg­lich und nur zur Ergänzung.

Wei­te­re Immun­räu­ber, die nicht in die Ernäh­rung gehö­ren (auch nach der Kri­se): Milch- und Milch­pro­duk­te aus Mas­sen­tier­hal­tung. Weiß­mehl­pro­duk­te, Con­ve­ni­ent Food, Tief­kühl­kost, Dosengerichte.

 

Heißes Wasser, Kräutertees und Beerensäfte trinken

Es tut dem Kör­per gut, in regel­mä­ßi­gen Abstän­den hei­ßes Was­ser pur oder Kräu­ter­tees zu trin­ken. Mei­ne bevor­zug­ter Tee ist der­zeit Zistro­sen­tee (Cis­tus), er wirkt u.a. anti­vi­ral. Kal­te Geträn­ke, kof­fe­in­hal­ti­ge Geträn­ke in grö­ße­ren Men­gen, Soft­drinks etc. wir­ken eher gegen das Immun­sys­tem. Vit­amin­rei­che kon­zen­trier­te Frucht­säf­te wie Gra­nat­ap­fel­saft oder Aro­nia­s­aft sind eben­falls emp­feh­lens­wert. Sie sind als Mut­ter­säf­te im Bio­la­den erhält­lich oder im gut­sor­tier­ten Dro­ge­rie­markt.
Ein wei­te­res Lieb­lings­ge­tränk an wär­me­ren Tagen ist der­zeit ein Sel­le­rie-Apfel-Shot, ich kom­bi­nie­re mit den fri­schen Kräu­tern, die gera­de aus dem Beet sprießen.

 
Regelmäßig fasten

Inter­es­san­ter­wei­se haben wir ja eh gera­de Fas­ten­zeit. Es gibt sehr vie­le For­men des Fas­tens. Inter­vall­fas­ten von 12–16 Stun­den über Nacht ist der­zeit die bekann­tes­te. Aber es gibt auch die Mög­lich­keit, 1 mal die Woche, alle 2 Wochen, 1 mal im Monat einen Tag zu fas­ten. Dazu gibt es viel­fäl­ti­ge Metho­den, am bes­ten man pro­biert eini­ges aus und schaut, was sich am bes­ten anfühlt. Übers Fas­ten habe ich hier geschrie­ben.
Mei­ne Ver­si­on bis­her: täg­li­ches Inter­vall­fas­ten für ca. 14 Stun­den. Zusätz­lich 2 mal monat­lich an einem bestimm­ten Tag eine sehr klei­ne Men­ge Obst und gedämpf­tes Gemü­se essen. Dies mache ich nun bis auf wei­te­res 1 mal wöchent­lich. Es ist eine gute Zeit fürs Früh­lings­fas­ten und die gerin­ge­re Ener­gie­zu­fuhr ist dem ein­ge­schränk­ten Bewe­gungs­ra­di­u­ses geschul­det.
Fas­ten stärkt nicht nur die Immun- und Abweh­kraft, es geru­higt auch den Geist. Die Gedan­ken wer­den kla­rer, was in die­ser ver­wir­ren­den Zeit durch­aus hilf­reich ist.

 

Ausreichend schlafen

Ein tie­fer und aus­gie­bi­ger Schlaf stärkt das Immun­sys­tem. Je nach Fami­li­en­si­tua­ti­on und man­gels Mög­lich­kei­ten zum Aus­ge­hen kann man pro­bie­ren, wie sich ein etwas län­ge­rer Schlafrhyth­mus anfühlt. Geht man zudem ca. 2 Stun­den vor Mit­ter­nacht ins Bett, hat der Kör­per eine aurei­chend lan­ge Zeit, „house­clea­ning” zu machen. Die Rege­ne­ra­ti­on und Ver­jün­gung unse­rer Zel­len, das Abbau­en von Toxi­nen und Schla­cken, pas­siert näm­lich am inten­sivs­ten in der Zeit zwi­schen 22 Uhr und 2 Uhr mor­gens. In der rest­li­chen Schla­fens­zeit kön­nen die­se Abbau­pro­duk­te dann Rich­tung „Aus­gang” trans­por­tiert und am Mor­gen beim Auf­wa­chen idea­ler­wei­se mehr oder weni­ger „groß” eli­mi­niert wer­den. Regel­mä­ßi­ger Stuhl­gang kor­rel­liert also durch­aus mit einem gestärk­ten Immun­sys­tem.
Sobald wir wie­der in unser nor­ma­les Leben zurück keh­ren, kann man die Schlaf­dau­er auf die gewohn­ten 7–8 Stun­den redu­zie­ren. Den Schlaf vor Mit­ter­nacht aber bei­be­hal­ten ;-).
Schlech­ter Schlaf wegen all der News? Das ist ver­ständ­lich. Hel­fen könn­te: nur ein­mal am Tag die Nach­rich­ten anse­hen um infor­miert zu sein und am Com­pu­ter eine Self­con­trol-App installieren.

 

Meditation und Yoga praktizieren

Bei­des hilft, den Fokus zu ver­än­dern, nach innen zu gehen und sich auf der­zeit wesent­li­ches zu kon­zen­trie­ren. Und es redu­ziert die Angst, die auch trotz gutem Essen das Immun­sys­tem in den Kel­ler fah­ren kann. Wobei eine war­me und leich­te Ernäh­rung durch­aus men­ta­le Stär­ke beför­dert und den Sor­gen ent­ge­gen­wirkt. Es gibt vie­le online Yoga­klas­sen und Medi­ta­ti­ons­mög­lich­kei­ten.
Evtl. hat der/die Yoga­leh­re­rIn des Ver­trau­ens seine/ihre Kur­se eben­falls schon auf online umge­stellt. Es hilft die­sen Solo-Selb­stän­di­gen sehr, wenn sie über die­ses Medi­um unter­rich­ten kön­nen, denn die Hil­fen sei­ten des Staa­tes rei­chen bei wei­tem nicht aus für die­se Ziel­grup­pe, soviel kann man schon abse­hen.
Mein lie­ber Mann Flo­ri­an geht gera­de mit einem Medi­da­ti­ons­pod­cast online.

 

Gedanken über die Zukunft machen

 

Gesunde Ernährung für ein gesundes Klima