Joghurt

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Joghurt

Hat man ein­mal einen selbst­ge­mach­ten Joghurt pro­biert, wun­dert man sich etwas über die indus­tri­el­le Vari­an­te. Joghurt muss leicht säu­er­lich schme­cken und sei­ne Kon­sis­tenz ändert sich in den Tagen nach der Her­stel­lung, manch­mal setzt sich etwas Was­ser (Mol­ke) ab. Der indus­tri­el­le Joghurt ist kaum säu­er­lich, die Kon­sis­tenz ist unna­tür­lich cre­mig und es sind manch­mal Zusät­ze wie Mager­milch­pul­ver oder Pek­ti­ne ent­hal­ten, um ihn dicker und cre­mi­ger zu machen.

Für Joghurt ver­wen­de ich nur aller­bes­ter Milch, d.h. Roh­milch vom Bio­bau­ern oder Deme­ter­milch, die nicht homo­ge­ni­siert ist. Jeder Joghurt wird anders, manch­mal ist er fes­ter, manch­mal flüs­si­ger, ein biss­chen expe­ri­men­tie­ren ist am Anfang schon dabei, aber dar­an kann man sich gewöh­nen ;-). Und natür­lich wird Joghurt nicht mit Obst oder ande­ren sau­ren Sub­stan­zen gemischt, das zählt als inkom­pa­ti­ble Kom­bi­na­ti­on, die den Gewe­ben gar nicht „schmeckt”.

 

Joghurt

Yield 2 Glä­ser a 500 ml

Zutaten

  • 1 Liter Roh­milch (Kuh oder Zie­ge) oder Deme­ter­milch
  • 200 g Joghurt (aus der vori­gen Pro­duk­ti­on oder bes­te Bio­qua­li­tät)
  • oder 1 g Joghurt­fer­ment­pul­ver (Her­stel­ler­an­ga­ben kön­nen dif­fe­rie­ren)

Benö­tigt wer­den außer­dem: Topf, Joghurt­be­rei­ter oder Back­ofen, Koch-Ther­mo­me­ter (emp­feh­lens­wert)

Anweisungen

  1. Back­ofen auf 50 Grad vor­hei­zen.
  2. Roh­milch in einem Topf zum kochen brin­gen und ca. 10–15 Minu­ten sim­mern las­sen. Alter­na­tiv: pas­teu­ri­sier­te Milch auf 80 Grad erhit­zen, das ist kurz vor dem Koch­punkt. Öfter umrüh­ren, um die Haut zu ent­fer­nen.
  3. Die Milch im Topf auf ca 45 Grad C abküh­len las­sen. (Falls man kei­nen Ther­mo­me­ter hat, ist der klei­ne Fin­ger ein Grad­mes­ser, die Milch soll­te noch heiß sein aber den Fin­ger nicht ver­bren­nen)
  4. Die Haut ent­fer­nen und den zim­mer­war­men Joghurt oder das Fer­ment­pul­ver mit einem Schnee­be­sen ein­rüh­ren und gut mischen.
  5. Den Topf mit Deckel in den war­men Back­ofen stel­len. Die­ser kann nach 30 Minu­ten abge­stellt wer­den. Bei sehr war­mem Kli­ma kann man den Topf auch an einem war­men Platz in der Küche plat­zie­ren, ein­ge­hüllt in eine Decke. Der Behäl­ter soll­te nicht bewegt wer­den in die­ser Zeit.
  6. Der Joghurt im Topf reift nun ca. 8–12 Stun­den im Back­ofen, anschlies­send gibt man ihn in sau­be­re Schraub­glä­ser. Die­se wer­den im Kühl­schrank für wei­te­re 12 Stun­den nach­ge­reift und anschlies­send bis zu 1 Woche auf­be­wahrt.

Ver­wen­det man einen Joghurt­be­rei­ter, geht man nach den Anga­ben des Her­stel­lers vor.

Es gibt eine grö­ße­re Auwahl an elek­tri­schen Joghurt­be­rei­tern auf dem Markt.
Die­ser Joghurt­ma­cher von Denk funk­tio­niert ohne Strom.

 

Die Ayurvedische Sicht auf Joghurt

Es ist nicht so ein­fach, wie man es sich erhofft, mit dem Joghurt. Vor allem ist er nicht so magisch gesund, wie ihn die Medi­en hin­stel­len. Er gilt als sehr schwer ver­dau­lich und kann die Kör­per­ka­nä­le blo­ckie­ren. Da sind sich Ayur­ve­da und TCM (Tadi­tio­nel­le Chi­ne­si­sche Medi­zin) einig. Zudem wirkt er NACH der Ver­dau­ung erhit­zend, was sich oft in Haut­aus­schlä­gen oder Akne zeigt. Und die Milch, aus der der klas­si­sche Super­markt-Joghurt im her­ge­stellt wird, ist ethisch wie toxisch so stark belas­tet, dass man dar­auf ver­zich­ten soll­te.
Ein selbst­ge­mach­ter Joghurt aus qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger Milch gilt aber unter bestimm­ten Umstän­den als Heil­mit­tel. Z.B. wird er ver­ab­reicht, wenn jemand sehr aus­ge­zehrt ist oder unter Appe­tit­lo­sig­keit lei­det. Joghurt ver­fei­nert jedes Gericht, somit isst man etwas mehr, was bei der Gewichts­zu­nah­me hilft. Außer­dem ist er eine gute Quel­le von Pro­te­inen und Pro­bio­ti­ka.
Äußer­lich auf­ge­tra­gen wirkt er sehr schnell lin­dernd bei Son­nen­brän­den.

Die bes­te Mög­lich­keit, von Joghurt zu pro­fi­tie­ren, ist der Ver­zehr mit fol­gen­den Ein­schrän­kun­gen: nicht jeden Tag, nicht am Abend, nicht an sehr hei­ßen Tagen. Gene­rell in klei­nen Men­gen, sprich die Mini­be­cher mit 125g wären aus­rei­chend. Die Kom­bi­na­ti­on mit Früch­ten pro­du­ziert uner­wünsch­te Neben­wir­kun­gen im Kör­per. Die Kom­bi­na­ti­on mit Mung­boh­nen dage­gen gilt als för­der­lich eben­so wie die Zuga­be von Honig.

 

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