Es ist win­dig und bis­wei­len stür­misch in die­sen Wochen, der Herbst folgt mit sei­ner rau­hen Sei­te naht­los auf den schö­nen Som­mer. Sicht­bar und hör­bar ist also das Luft­ele­ment domi­nant. Dies ver­stärkt Leich­tig­keit, Tro­cken­heit und Küh­le, was wie­der­um auto­ma­tisch das Vata-Dosha erhöht, das sich bereits im Spät­som­mer ange­sam­melt hat.
Die Erhö­hung des Vata Doshas führt zu eher insta­bi­ler Ver­dau­ungs­kraft, das Ner­ven­sys­tem, die Feuch­tig­keit im Kör­per, der Schlaf, die Ent­span­nung sind beein­träch­tigt, Ver­span­nun­gen neh­men zu. Dadurch kön­nen Toxi­ne und Ama (Unver­dau­tes) im Kör­per auf vie­len Ebe­nen für Unwohl­sein sor­gen. Die Ver­bin­dung von Vata und Ama führt oft zu Gelenks­be­schwer­den wie Rheu­ma und Arthri­tis.

Mit ent­sp­reIMG_0935chen­der Ernäh­rung und Lebens­wei­se kann man die stür­mi­schen Zei­ten jedoch aus­glei­chen und das Immun­sys­tem für den Win­ter fit machen.

Das schö­ne am Herbs­tessen ist die Far­ben­freu­de, die sich im Außen wie Innen zeigt, z.b. mit rote Rüben, gel­ben Rüben, oran­ge­far­be­nen Kür­bi­sen, lila Karot­ten (pur­ple haze) und vie­lem mehr.

 

 

Diese Nah­rungs­mit­tel sollte man im Herbst bevor­zu­gen (redu­zie­ren Vata — befeuchten):

  • süßes, wür­zi­ges, sau­res und sal­zi­ges Essen
  • leicht ver­dau­li­ches Essen
  • nahr­haf­te Kost
  • mehr befeuch­tende und flüs­sige Nah­rung (z.B. Sup­pen, Ein­töp­fe, Kit­cha­ris)
  • ölige­res Essen (als Aus­gleich zur Tro­cken­heit)
  • fri­sches, regio­na­les Obst, das süß und reif ist, am bes­ten gedüns­tet
  • alle sai­so­na­len Gemü­se (Kür­bis, Wur­zel­ge­mü­se, Knol­len­ge­mü­se), gekocht oder gedämpft sowie geba­cken im Ofen
  • war­me Getrei­de­breis aus Din­kel, Reis, Qui­noa, Hafer
  • wär­men­de Gewür­ze: das sind fast alle (außer Fen­chel, Kori­an­der, Kar­da­mon, Min­ze), beson­ders geeig­net sind Zimt und Ing­wer, Kreuz­küm­mel, Senf­sa­men, Mus­kat, Nel­ken
  • zum trin­ken ide­al: war­mes Was­ser mit Gewür­zen oder Ing­wer, Kräu­ter­tees, Geträn­ke mit natür­li­cher Süße

 

Diese Nah­rungs­mit­tel sollte man redu­zie­ren oder mei­den (erhö­hen Vata — trocknen aus):

  • bit­te­re, her­be, schar­fe Spei­sen
  • Roh­kost, Sala­te
  • kal­te Spei­sen
  • schwe­res und schwer ver­dau­li­ches
  • Nacht­schat­ten­ge­wächse (Kar­tof­feln, Papri­ka, Chi­li, Toma­ten, Auber­gi­nen) in gro­ßen Men­gen
  • Hül­sen­früchte und Kohl in gro­ßen Men­gen
  • rohes Obst
  • Brot mit Hefe (bes­ser ist Sauer­teig­brot), Knä­cke­brot, Reis­waf­feln u.ä.
  • auf­ge­wärm­tes Essen
  • kal­te Geträn­ke

 

Ein ausgleichender Lebensstil im Herbst:

  • Ölzie­hen mit war­mem Sesam­öl am Mor­gen (Öl für eini­ge Minu­ten im Mund hal­ten)
  • Mas­sa­gen mit viel Öl hel­fen gegen Ver­span­nun­gen und Gelenks­pro­ble­me
  • lang­sa­mes Yoga und Atem­übun­gen wie Nadi Sho­da­na wir­ken beru­hi­gend
  • ein regel­mä­ßi­ger Tages­ab­lauf
  • Streß ver­mei­den
  • Rei­sen redu­zie­ren
  • den Kopf an win­di­gen Tagen immer schüt­zen

 

Gegen Erkäl­tun­gen hilft: Ing­wer­was­ser, Kori­an­der-Ing­wer-Tee, Ing­wer im Essen, Ing­wer­was­ser inha­lie­ren (1 Tee­löf­fel auf einen Topf kochen­des Was­ser), Ver­mei­den jeder Art von Milch­pro­duk­ten.

Viel­leicht ver­wöhnt uns der Herbst auch noch mit ein paar son­ni­gen Tagen, in denen wir unse­ren Vit­amin D-Vor­rat für das Immun­sys­tem fül­len kön­nen. Also nichts wie raus in die bun­te Welt, wann immer es geht :-).

Arti­kel update im Okto­ber 2018.

.

Print Friendly, PDF & Email