Kochkiste, das klingt nach Großmutter. Auf alle Fälle nicht nach was coolem, das man mit einer App steuern könnte. Doch obwohl dieser Begriff etwas verstaubt klingt, scheint mir die Kiste eine hoch aktuelle Lösung für ein Problem unseres modernen Lebens zu sein: wir haben keine Zeit mehr, unser Mittagessen zu kochen. Oder keine Kochgelegenheit am Arbeitsplatz. Oder wir sind auf Reisen. Oder haben andere Prioritäten.
Unsere Großmütter haben früher das Essen in Kochtöpfen unters Federbett gepackt. Heute geht das Nachgaren z.B. mit dem Thermotopf Romana. Oder einem sog. Wonderbag, mit dem man ein Sozialprojekt in Afrika unterstützen kann.

 

Einfache Handhabung

Die Kochkiste funktioniert perfekt mit Gemüse-Eintöpfen und Currys. Das Prinzip ist einfach. Man brät die Zutaten kurz an, gibt eine beliebige Würzmischung hinzu, danach Gemüsebrühe und/oder Kokosmilch und kocht das ganze einmal auf. Dann geht’s ab in die Box oder den Sack, wo alles für mehrere Stunden weitergart bzw. warm gehalten wird. Wahlweise gibt man schnell kochende Linsen (rote Linsen z.B.) und evtl. ein Getreide dazu (Basmatireis oder Quinoa geht immer) und schon hat man eine vollwertige Mahlzeit.

Verwendet man Zutaten, die ein bisschen länger dauern zum garen, z.B. rote Rüben, Karotten, Selleriestangen, schneidet man diese am besten deutlich kleiner als gewohnt, denn die Restwärme ist niedriger als die Temperatur beim Kochen auf dem Herd. Dadurch natürlich auch schonender, Aromen und Nährstoffe bleiben besser erhalten.

Vorbereiten und ankochen dauert je nach Gericht 15-20 Minuten. Das kann man am Morgen vermutlich hinkriegen. Gewürzt wird am Ende, Salz und Pfeffer hat man also am besten am Arbeitsplatz griffbereit. Oder beim Picknick oder der Party. Die vielen Einsatzmöglichkeiten machen die Kochkiste noch lohnender.

Ich hab mich eine Weile durchgekocht mit dem Thermotopf. Er ist nun keine Wunderkiste, wie das Firmenmarketing verspricht. Manche Lebensmittel werden nicht ganz durch, inzwischen schneide ich das meiste Gemüse kleiner. Manchmal ist das Essen am Ende eher lauwarm. Die Co-Köchinnen „Try & Error“ haben mich einige Male begleitet. Aber als Fazit bleibt: unbedingt lohnenswert. Es gibt so viele Situationen, in denen die Alternativen pranafreies Fertigessen aus der Kantine, dem Restaurant oder Kiosk wäre, dafür nehme ich die Kiste wirklich sehr gerne mit.

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