Einfaches Gemüse gedünstet

Die­ses Gericht ist so ein­fach, dass es eigent­lich kein Rezept benö­tigt. Ich stell es vor, weil die­se Zube­rei­tung mei­ne prä­fe­rier­te ist an Fas­ten­ta­gen. Und es ist mit den meis­ten Gemü­se­sor­ten sehr schnell auf dem Tisch, also auch ide­al für ein Mit­tag­essen, wenn die Zeit knapp ist.

Einfaches Gemüse gedünstet

Vor­be­rei­tung

Kochen

Total

Yield 2 Per­so­nen

Zutaten

  • ca. 250–300 g Gemü­se nach Wahl (Karot­ten / Rote Bete / Süß­kar­tof­feln / sai­so­na­ler Mix)
  • etwas Was­ser
  • 1 EL Ghee oder Kokos­öl oder hoch­wer­ti­ges Oli­ven­öl
  • Salz, Pfef­fer und evtl. zusätz­li­che Gewür­ze nach Belie­ben (Kräu­ter, Kreuz­küm­mel, Kori­an­der etc.)
  • 1 Hand­voll Peter­si­lie (oder Kori­an­der / Ruco­la / Gar­ten­kräu­ter nach Ver­füg­bar­keit)

Anweisungen

  1. das Gemü­se klein wür­feln und in eine Pfan­ne mit hohem Rand oder einen Topf geben.
  2. den Boden mit Was­ser bede­cken und auf­ko­chen las­sen.
  3. bei geschlos­se­nem Deckel und klei­ner Flam­me ca. 10 Minu­ten düns­ten bzw. bis das Gemü­se weich und biss­fest ist.
  4. evtl. vor­han­de­nes rest­li­ches Was­ser abgies­sen und ander­wei­tig ver­wen­den.
  5. das Öl zum Gemü­se geben, mit Salz, Pfef­fer und nach Belie­ben weni­gen ande­ren Gewür­zen abschme­cken.
  6. die gehack­ten Kräu­ter unter­he­ben und ser­vie­ren.

Notizen

Varia­tio­nen: Rote Bete gedüns­tet (falls ver­füg­bar, kön­nen nach der Hälft der Koch­zeit gehack­te Cur­ry­blät­ter zuge­ge­ben wer­den) und Karot­ten gedüns­tet.

 

rote bete gedünstet   karotten gedünstet

 

Reis-Linsen-Eintopf (Kitchari)

Ein Fas­ten­ge­richt und gleich­zei­tig eine voll­wer­ti­ge Mahl­zeit. In Indi­en nennt man Kit­cha­ri auch „food of the gods“. Es ist das am meis­ten har­mo­ni­sie­ren­de Gericht in der ayur­ve­di­schen Küche, das sowohl nährt als auch rei­nigt. Des­halb gilt es als Heil­spei­se und ist ide­al, wenn das Ver­dau­ungs­feu­er ver­bes­sert wer­den muss. Die Ami­no­säu­ren von Getrei­de und Hül­sen­früch­ten ergän­zen sich so, dass sie die Wer­tig­keit des Pro­te­in­ge­halts von Fleisch über­stei­gen.
Es gibt unzäh­li­ge Rezep­te und Vari­an­ten für Kit­cha­ri. Basis sind immer Mung­boh­nen und Reis. Gemü­se kann optio­nal bei­gemischt wer­den.

Reis-Linsen-Eintopf (Kitchari)

Vor­be­rei­tung

Kochen

Total

Yield 2 Per­so­nen

Zutaten

  • 100 g Bas­ma­ti Reis
  • 40–50 g gel­be hal­bier­te Mung­boh­nen (alt. grü­ne Mung­boh­nen)
  • optio­nal: 1 Hand­voll Gemü­se der Sai­son
  • 750 ml Was­ser oder leich­te Gemü­se­brü­he
  • 1 dau­men­gro­ßes Stk. Ing­werknol­le
  • 2 EL  Ghee
  • 1/2 TL Senf­sa­men
  • 1 TL Kreuz­küm­mel­sa­men
  • 1/2 TL Fen­chel­sa­men
  • 1/2 TL TL Kori­an­der­sa­men
  • 1 Msp Asa­foeti­da
  • 1/4 TL Kur­kuma­pul­ver
  • Salz
  • optio­nal: 1 Hand­voll gerös­te­te Sesam­ker­ne oder Cas­hew­nüs­se
  • 1 Bund Kori­an­der­blät­ter

Anweisungen

Vorbereitung

  1. Mung­boh­nen waschen und meh­re­re Stun­den ein­wei­chen, danach absie­ben und noch­mals abspü­len.
  2. Reis waschen, bis das Was­ser klar ist.
  3. Gemü­se waschen, schä­len, wür­feln.
  4. Ing­wer klein hacken.
  5. Gewürz­sa­men mör­sern.

Zubereitung Variante 1

  1. In einem mit­tel­gro­ßen Topf Was­ser (oder Brü­he) erwär­men, Reis Lin­sen und Ing­wer dazu geben und kurz auf­ko­chen, auf mitt­le­re Flam­me zurück­schal­ten und zuge­deckt ca. 20 Minu­ten köcheln.
  2. Dann das Gemü­se, falls ver­wen­det, zuge­ben und wei­te­re 15 Minu­ten (je nach Koch­zeit der Gemü­se) köcheln, bei Bedarf Was­ser zuge­ben. Reis und Lin­sen soll­ten sehr weich gekocht sein.
  3. In einer But­ter­pfan­ne Ghee erhit­zen, die gemör­ser­ten Gewürz­sa­men zufü­gen und anbra­ten, dann Kur­ku­ma und Asafö­ti­da zuge­ben. Optio­nal eine Hand­voll Cas­hew­ker­ne mit­bra­ten.
  4. Die Mischung in den Ein­topf rüh­ren, mit Salz abschme­cken und noch­mals ca. 5 Minu­ten ohne Hit­ze zie­hen las­sen.
  5. Mit fri­schen Kori­an­der­blät­tern (falls vor­han­den) und gerös­te­ten Sesam­ker­nen gar­nie­ren.

Zubereitung Variante 2

  1. In einem mit­tel­gro­ßen Topf 1 EL Ghee erhit­zen und die gemör­ser­ten Gewür­ze dar­in anrös­ten, bis sich das Aro­ma ent­fal­tet.
  2. Das Feu­er zurück­dre­hen, Reis, Lin­sen und Ing­wer zuge­ben und das gan­ze ca. 2 Minu­ten anbra­ten, bis alles mit der Ghee-Gewürz­mi­schung ver­bun­den ist.
  3. Was­ser (oder leich­te Brü­he) bis ca. 3 cm über der Reis-Lin­sen-Mischung zuge­ben, Asafö­ti­da und Kur­ku­ma zuge­ben, kurz auf­ko­chen und auf mitt­le­rer Flam­me zuge­deckt ca. 20 Minu­ten köcheln.
  4. Dann das Gemü­se, falls ver­wen­det, zuge­ben und wei­te­re 15 Minu­ten (je nach Koch­zeit der Gemü­se) köcheln, bei Bedarf Was­ser zuge­ben. Reis und Lin­sen soll­ten sehr weich gekocht sein.
  5. Den Herd abschal­ten und den Ein­topf zie­hen las­sen.
  6. Zum Schluss mit Salz abschme­cken und einen Löf­fel Ghee unter­rüh­ren.
  7. Mit fri­schen Kori­an­der­blät­tern (falls vor­han­den) und gerös­te­ten Sesam­ker­nen gar­nie­ren.

(Die­se Vari­an­te ver­wen­det kei­ne Cas­hew­ker­ne)

Der Reis soll­te weich und die Mungbohnen/Linsen zer­fal­len sein.

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Notizen

Vari­an­ten

- Für mehr Wür­ze kann man 4 Kar­da­mo­n­kap­seln, 2 Lor­beer­blät­ter und eine Stan­ge Zimt zuge­ben.

- Eine wei­te­re sehr gute Würz­mi­schung für die­ses Gericht ist Panch Puren (die kom­plet­ten fünf), eine ben­ga­li­sche Mischung, die für vie­le Ayur­ve­da­ge­rich­te passt. Sie ersetzt die Samen­ge­wür­ze im Rezept.

Zuta­ten: 1 EL Kreuz­küm­mel, 1 EL Fen­chel­sa­men, 1 EL Schwarz­küm­mel­sa­men (Kalonji/Nigella), 1 EL brau­ne Senf­sa­men und 1/2–1 EL Bockshornkleesamen.Diese Mischung kann man leicht sel­ber aus den Ein­zel­ge­wür­zen her­stel­len und in einem dunk­len Behäl­ter lagern. Vor dem Kochen nimmt man die benö­tig­te Men­ge und mör­sert die Mischung grob.

Die Würz­mi­schung ist unter dem Namen Panch Pho­ron auch über den Online­shop von Babet­tes in Wien oder Altes Gewürzamt Ingo Hol­land erhält­lich.

- Rote Lin­sen funk­tio­nie­ren sehr gut für die­ses Gericht, wenn man kei­ne gel­ben Mung­boh­nen ver­füg­bar hat (gibt es oft nur im Bio­la­den), sie ver­kür­zen die Koch­zeit außer­dem um die Hälf­te. In die­sem Fall gibt man das Gemü­se schon zu Beginn in den Topf.