Reis-Linsen-Eintopf (Kitchari)

Ein Fastengericht und gleichzeitig eine vollwertige Mahlzeit. In Indien nennt man Kitchari auch „food of the gods“. Es ist das am meisten harmonisierende Gericht in der ayurvedischen Küche, das sowohl nährt als auch reinigt. Deshalb gilt es als Heilspeise und ist ideal, wenn das Verdauungsfeuer verbessert werden muss. Die Aminosäuren von Getreide und Hülsenfrüchten ergänzen sich so, dass sie die Wertigkeit des Proteingehalts von Fleisch übersteigen.
Es gibt unzählige Rezepte und Varianten für Kitchari. Basis sind immer Mungbohnen und Reis. Gemüse kann optional beigemischt werden.

Reis-Linsen-Eintopf (Kitchari)

Vorbereitung

Kochen

Total

Yield 2 Personen

Zutaten

  • 100 g Basmati Reis
  • 40-50 g gelbe halbierte Mungbohnen (alt. grüne Mungbohnen)
  • optional: 1 Handvoll Gemüse der Saison
  • 750 ml Wasser oder leichte Gemüsebrühe
  • 1 daumengroßes Stk. Ingwerknolle
  • 2 EL  Ghee
  • 1/2 TL Senfsamen
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1/2 TL Fenchelsamen
  • 1/2 TL TL Koriandersamen
  • 1 Msp Asafoetida
  • 1/4 TL Kurkumapulver
  • Salz
  • optional: 1 Handvoll geröstete Sesamkerne oder Cashewnüsse
  • 1 Bund Korianderblätter

Anweisungen

Vorbereitung

  1. Mungbohnen waschen und mehrere Stunden einweichen, danach absieben und nochmals abspülen.
  2. Reis waschen, bis das Wasser klar ist.
  3. Gemüse waschen, schälen, würfeln.
  4. Ingwer klein hacken.
  5. Gewürzsamen mörsern.

Zubereitung Variante 1

  1. In einem mittelgroßen Topf Wasser (oder Brühe) erwärmen, Reis Linsen und Ingwer dazu geben und kurz aufkochen, auf mittlere Flamme zurückschalten und zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln.
  2. Dann das Gemüse, falls verwendet, zugeben und weitere 15 Minuten (je nach Kochzeit der Gemüse) köcheln, bei Bedarf Wasser zugeben. Reis und Linsen sollten sehr weich gekocht sein.
  3. In einer Butterpfanne Ghee erhitzen, die gemörserten Gewürzsamen zufügen und anbraten, dann Kurkuma und Asafötida zugeben. Optional eine Handvoll Cashewkerne mitbraten.
  4. Die Mischung in den Eintopf rühren, mit Salz abschmecken und nochmals ca. 5 Minuten ohne Hitze ziehen lassen.
  5. Mit frischen Korianderblättern (falls vorhanden) und gerösteten Sesamkernen garnieren.

Zubereitung Variante 2

  1. In einem mittelgroßen Topf 1 EL Ghee erhitzen und die gemörserten Gewürze darin anrösten, bis sich das Aroma entfaltet.
  2. Das Feuer zurückdrehen, Reis, Linsen und Ingwer zugeben und das ganze ca. 2 Minuten anbraten, bis alles mit der Ghee-Gewürzmischung verbunden ist.
  3. Wasser (oder leichte Brühe) bis ca. 3 cm über der Reis-Linsen-Mischung zugeben, Asafötida und Kurkuma zugeben, kurz aufkochen und auf mittlerer Flamme zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln.
  4. Dann das Gemüse, falls verwendet, zugeben und weitere 15 Minuten (je nach Kochzeit der Gemüse) köcheln, bei Bedarf Wasser zugeben. Reis und Linsen sollten sehr weich gekocht sein.
  5. Den Herd abschalten und den Eintopf ziehen lassen.
  6. Zum Schluss mit Salz abschmecken und einen Löffel Ghee unterrühren.
  7. Mit frischen Korianderblättern (falls vorhanden) und gerösteten Sesamkernen garnieren.

(Diese Variante verwendet keine Cashewkerne)

Der Reis sollte weich und die Mungbohnen/Linsen zerfallen sein.

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Notizen

Varianten

- Für mehr Würze kann man 4 Kardamonkapseln, 2 Lorbeerblätter und eine Stange Zimt zugeben.

- Eine weitere sehr gute Würzmischung für dieses Gericht ist Panch Puren (die kompletten fünf), eine bengalische Mischung, die für viele Ayurvedagerichte passt. Sie ersetzt die Samengewürze im Rezept.

Zutaten: 1 EL Kreuzkümmel, 1 EL Fenchelsamen, 1 EL Schwarzkümmelsamen (Kalonji/Nigella), 1 EL braune Senfsamen und 1/2-1 EL Bockshornkleesamen.Diese Mischung kann man leicht selber aus den Einzelgewürzen herstellen und in einem dunklen Behälter lagern. Vor dem Kochen nimmt man die benötigte Menge und mörsert die Mischung grob.

Die Würzmischung ist unter dem Namen Panch Phoron auch über den Onlineshop von Babettes in Wien oder Altes Gewürzamt Ingo Holland erhältlich.

- Rote Linsen funktionieren sehr gut für dieses Gericht, wenn man keine gelben Mungbohnen verfügbar hat (gibt es oft nur im Bioladen), sie verkürzen die Kochzeit außerdem um die Hälfte. In diesem Fall gibt man das Gemüse schon zu Beginn in den Topf.