Die Kochkiste – eine Chance fürs Mittagessen

Kochkiste, das klingt nach Großmutter. Auf alle Fälle nicht nach was coolem, das man mit einer App steuern könnte. Doch obwohl dieser Begriff etwas verstaubt klingt, scheint mir die Kiste eine hoch aktuelle Lösung für ein Problem unseres modernen Lebens zu sein: wir haben keine Zeit mehr, unser Mittagessen zu kochen. Oder keine Kochgelegenheit am Arbeitsplatz. Oder wir sind auf Reisen. Oder haben andere Prioritäten.
Unsere Großmütter haben früher das Essen in Kochtöpfen unters Federbett gepackt. Heute geht das Nachgaren z.B. mit dem Thermotopf Romana. Oder einem sog. Wonderbag, mit dem man ein Sozialprojekt in Afrika unterstützen kann.

 

Einfache Handhabung

Die Kochkiste funktioniert perfekt mit Gemüse-Eintöpfen und Currys. Das Prinzip ist einfach. Man brät die Zutaten kurz an, gibt eine beliebige Würzmischung hinzu, danach Gemüsebrühe und/oder Kokosmilch und kocht das ganze einmal auf. Dann geht’s ab in die Box oder den Sack, wo alles für mehrere Stunden weitergart bzw. warm gehalten wird. Wahlweise gibt man schnell kochende Linsen (rote Linsen z.B.) und evtl. ein Getreide dazu (Basmatireis oder Quinoa geht immer) und schon hat man eine vollwertige Mahlzeit.

Verwendet man Zutaten, die ein bisschen länger dauern zum garen, z.B. rote Rüben, Karotten, Selleriestangen, schneidet man diese am besten deutlich kleiner als gewohnt, denn die Restwärme ist niedriger als die Temperatur beim Kochen auf dem Herd. Dadurch natürlich auch schonender, Aromen und Nährstoffe bleiben besser erhalten.

Vorbereiten und ankochen dauert je nach Gericht 15-20 Minuten. Das kann man am Morgen vermutlich hinkriegen. Gewürzt wird am Ende, Salz und Pfeffer hat man also am besten am Arbeitsplatz griffbereit. Oder beim Picknick oder der Party. Die vielen Einsatzmöglichkeiten machen die Kochkiste noch lohnender.

Ich hab mich eine Weile durchgekocht mit dem Thermotopf. Er ist nun keine Wunderkiste, wie das Firmenmarketing verspricht. Manche Lebensmittel werden nicht ganz durch, inzwischen schneide ich das meiste Gemüse kleiner. Manchmal ist das Essen am Ende eher lauwarm. Die Co-Köchinnen „Try & Error“ haben mich einige Male begleitet. Aber als Fazit bleibt: unbedingt lohnenswert. Es gibt so viele Situationen, in denen die Alternativen pranafreies Fertigessen aus der Kantine, dem Restaurant oder Kiosk wäre, dafür nehme ich die Kiste wirklich sehr gerne mit.

7 häufige Denkfehler in unserer Ernährung

Da gibt es einen Kochtrend und ich krieg ihn nicht mit bzw. erst durch diesen Artikel in der F.A.S. über „Meal Prep“. Kochen UND Essen wird heute scheinbar von vielen Menschen als eine zeitaufwändige Herausforderung empfunden. Deshalb bereitet man das Wochenmenü an einem Tag zu (z.B. Sonntag), die Speisen werden in Portionen im Kühlschrank (oder Eisfach) gelagert und im Laufe der Woche Tupperdose für Tupperdose verzehrt. Man steht also einmal die Woche 5-6 Stunden in der Küche statt 6 mal die Woche 45-60 Minuten (für Frühstück und 1 Hauptmahlzeit). Wer rechnen kann wird übrigens was bemerken… ;-).

Medien, Internet, einige Ernährungsberater (!) und sog. Gesundheits-Kochbücher promoten dieses Vorkochen, das auch batch cooking genannt wird, als Lösung für Menschen mit Gesundheitsproblemen und wenig Zeit. Die Empfehlung, selbst zu kochen, ist per se eine super Idee. Diese wird allerdings durch das tagelange lagern komplett zunichte gemacht, weil gekochte Nahrung auch im Kühlschrank keineswegs „forever young“ bleibt und durch das Lagern relativ schnell wichtige Nährstoffe abbaut und ziemlich ungesund wird. Erst recht durch das Erwärmen in der Mikrowelle. Die Unwissenheit darüber führt zu Denkfehlern, die vermutlich aus Unbedachtheit und einigen Fehlinformationen genährt werden. Ich nehme o.g. Artikel zum Anlaß, mit einigen Zitaten ein paar dieser Denkmuster anzuschauen.

 

Denkfehler #1: Essen muss/darf nicht viel kosten

Nur knapp 25 Euro habe ich für diesen kompletten Wocheneinkauf ausgegeben. Zwar habe ich nicht alle Zutaten frisch einkaufen müssen, denn die Grundlagen wie Reis, Haferflocken, Gewürze und Dosengemüse hatte ich bereits zu Hause.

Mit diesem Betrag für frische Lebensmittel (Obst und Gemüse) liegt man eher an der Untergrenze für qualitativ hochwertige Zutaten pro Woche. Aus der Nahrung bilden sich unsere Körperzellen, von denen wiederum die Kraft und Gesundheit unserer Gewebe und Organe abhängen. Kommt minderwertiges (Essen) rein, kommt minderwertiges (Gewebe) raus, upcycling ist auf diesem Weg nicht vorgesehen. Unter diesem Gesichtspunkt scheint es mir sinnvoller, die bestmögliche Qualität an Nahrungsmitteln, die uns zur Verfügung steht, einzukaufen. In erster Linie sind das Lebensmittel aus Bioanbau, sofern sie nicht überdurchschnittlich lange Wege vom Bauern bis zu uns auf sich nehmen mussten. Je näher die Produkte angebaut werden, desto günstiger sind sie übrigens zu haben.

 

Denkfehler #2: Nahrung aus der Dose sind Lebensmittel

Um dennoch möglichst frisch und gesund zu kochen, möchte ich ausschließlich vegane Zutaten verwenden, wie es auch viele Mitglieder der Meal-Prep-Community tun. Die Grundlage bilden rote Linsen und Kidneybohnen, beides kommt vorgekocht aus der Konservendose und muss nur umgefüllt werden.

Vegane Zutaten auf der Shoppingliste sind nicht automatisch gesund. Vor allem nicht, wenn sie aus der Dose kommen oder anderweitig stark verarbeitet sind. Man entscheidet sich dann nämlich für Nahrung ohne Prana (Lebensenergie), das durch die industrielle Verarbeitung verloren geht.
Michael Pollan nennt diese Dinge in seinem Bestseller (Essen sie nichts, was Ihre Großmutter nicht als Essen erkannt hätte) „essbare Substanzen“ und unterscheidet sie klar von LEBENS-Mitteln, die dem Körper Energie, Kraft und Wohlbefinden schenken. LEBENS-Mittel wie Gemüse, Obst, Rohmilch usw. verderben nach kurzer Zeit, deshalb kauft man sie immer so frisch wie möglich, bevorzugt am Wochenmarkt.

 

Denkfehler #3: Essen bereitet man so nebenbei zu

Noch bevor ich den ersten Topf aus dem Schrank hole, stelle ich meinen Laptop bereit: Wenn ich an einem Sonntag schon stundenlang in der Küche stehen muss, möchte ich dabei wenigstens eine Serie anschauen.

Ein Leiden unserer Zeit: Multitasking, viele Dinge gleichzeitig machen möchten, das sog. FOMO-Prinzip, Fear Of Missing Out. Letztendlich macht man alle Sachen mit geteiltem Fokus und halbem Herzen, das Ergebnis ist dann oft nur halb befriedigend. Der Autorin geht es ähnlich, denn irgendwann realisiert sie, dass sie von der Serie am Laptop nicht mehr viel mitkriegt. Gut so, sie war irgendwann beim Kochen voll bei der Sache :-).
In seinem eigenen Zuhause hat man mehr als anderswo die Möglichkeit, sich ohne den täglichen Overload auf eine einzelne Sache zu konzentrieren. Die Freude beim Kochen, den die einen als Küchenflow, andere als Meditation bezeichnen, kommt dann, wenn man seine ganze Aufmerksamkeit dem Prozess widmet.

 

Denkfehler #4: Frühstück aus dem Kühlschrank ist hip

Ich […] schnappe mir dann die erste Joghurt-Box aus dem Kühlschrank. Das eiskalte Obst schmerzt ein wenig an den Zähnen…

Da finden sich vermutlich viele wieder, die morgens etwas kühlschrank-kaltes essen ;-). Unabhängig von empfindlichen Zähnen, ist es keine Spitzenidee, morgens sehr kalt zu essen. Das Verdauungsfeuer ist nämlich noch im Halbschlaf und kann daher das System nicht wirklich „anheizen“. Zudem zeichnen sich die Morgenstunden durch eine kalte, rauhe, träge und schwere Qualität aus, die durch identische Eigenschaften beim Frühstück noch verstärkt wird („gleiches erhöht gleiches“).
Ideal wäre das Gegenteil, etwas warmes, weiches, leichtes, um diese Eigenschaften des Morgens auszubalancieren („das gegenteilige gleicht sich aus“). Leider ist das keine gute Nachricht für die Fans von Overnight Oats, der trendigen Variante des Birchermüslis. Warme Porridges oder Brei, gedünstetes Obst bzw. alternativ Suppe oder Gemüse wären dagegen harmonisierende Frühstücksoptionen. Vieles davon ist sehr schnell zuzubereiten.

 

Denkfehler #5: Mikrowelle ist eine prima Möglichkeit, um Essen zu erwärmen

Und auch die Buddha-Bowl ist mittags noch taufrisch: Mikrowelle auf, Tupperdose rein, kurz erwärmen, dann die Sauce drüber.

Mikrowelle verändert die molekulare Struktur von Lebensmitteln und macht damit jedes Prana (Lebensenergie), das in einer Nahrung vorhanden ist, zunichte. In wenigen Minuten/Sekunden. Wenn man Essen so erwärmen möchte, dass Nährstoffe erhalten bleiben, eignet sich besser ein Dampfgarer (Regenerieren-Funktion) oder einfach ein Kochtopf, falls dies am Arbeitsplatz möglich ist. Mikrowelle und gesunde Ernährung sind definitiv inkompatibel.

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Denkfehler #6: Gekochtes Essen hält sich im Kühlschrank viele Tage frisch

Tag 5: … Aber leider beginnt der Broccoli zu kränkeln, er ist so braun, dass ich ihn lieber wegwerfe. Besitzen all die berühmten Meal-Prepper einfach noch bessere Dosen als ich? Kältere Kühlschränke? Oder mit welchen geheimen Tricks schaffen sie es, dass ihr Gemüse eine ganze Woche lang frisch bleibt?

Tag 6: Nun sind es die Früchte auf dem Joghurt. Schon beim Öffnen der Dose schlägt mir ein fauliger Geruch entgegen, der Inhalt landet komplett in der Tonne. Die Mär von weniger Lebensmittelverschwendung hat mein Meal-Prep-Plan nicht erfüllt.

Ja so ist sie, die Natur ;-). Gesunde Lebensmittel verrotten. Michael Pollan empfiehlt deshalb zu Recht: „Essen Sie nur Lebensmittel, die verderben können“.
Es gibt keinen geheimen Trick und keine besseren Dosen oder Kühlschränke. Wenn ein am Sonntag blanchierter Brokoli am Freitag noch frisch und grün aussehen würde, hätte ich ärgste Bedenken, dass es sich dabei um ein Genmonster handelt. Auch die Idee, Obst mit Joghurt gemischt könnte nach 6 Tagen im Kühlschrank noch frisch sein, klingt für mich etwas, ähmm… weltfremd?
Gekochte Nahrung sollte sofort, spätestens aber innerhalb von 24 Stunden gegessen werden. Nach dem Kochen fängt die Fermentation an, das lässt sich zwar im Kühlschrank verlangsamen, aber nicht stoppen. Die Speisen verlieren zukzessive ihr Prana und auch ihren Geschmack. Für letzteres gibt es Ausnahmen, viele kennen Eintöpfe, die am nächsten Tag fast noch besser schmecken, trotzdem liefern sie weniger Energie und Lebenskraft als am Tag zuvor.
Es gibt Ausnahmen wie Chutneys, Marmeladen, Pickles, Gemüsepasten, Fermentiertes, Eingemachtes usw., deren Vorzüge sind ein eigenes Kapitel wert.
In der modernen Arbeitswelt ist es oft die einzige Möglichkeit, abends zu kochen und das gekochte am nächsten Tag als Mittagessen nochmals aufzuwärmen. Ein guter Kompromiss, wenn er zeitliche Probleme löst und den Tag stressfreier gestaltet. Über diesen Tag hinaus gelagerte Nahrung ist dagegen nicht sehr viel hochwertiger als z.B. Essen in der Kantine, das ja auch selten frisch ist. Der Körper produziert mit abgestandener Nahrung AMA (Unverdautes, Halbverdautes, Toxine, Schlacken), das die Verdauung schwächt und damit zusammenhängende Gesundheits-Probleme verursachen kann.

 

Denkfehler #7: Essen ist nicht so wichtig/nebensächlich

Weil ich mir die Zeit fürs Kochen nicht mehr nehmen muss, wird auch das Verspeisen selbst zur Nebensächlichkeit. Mein Mittagessen schaufele ich stets irgendwo zwischen Tür und Angel in mich hinein, die Mittagspausen werden kürzer. Ich fühle mich wie einer dieser Karrieremenschen, die immer einen abgepackten Proteinriegel dabeihaben – bloß keine wertvolle Zeit mit dem Luxus der Nahrungsaufnahme verschwenden! Vielleicht liegt es auch an der Eintönigkeit: Kein Mensch auf der Welt kann sich schließlich über den dritten Haferbrei in vier Tagen freuen.

Sehr wertvolle Erkenntnis. Und sie hat 2 Seiten. Wenn man die Ernährung der Blue Zones betrachet, hat das Kochen und Essen dort tatsächlich keinen so hohen Stellenwert, man kocht frisch, einfach, was gerade verfügbar ist und das in kleinen Portionen. Genau darin liegt der gesunde Aspekt, Essen wird nicht überfrachtet mit Genuss-Sucht, Diätideen und Dogmas.

Anders liegt der Fall, wenn man der Ernährung generell einen unbedeutenden Stellenwert in seinem Leben zuschreibt und dadurch evtl. minderwertige Lebensmittel, zur falschen Zeit oder in nicht passender Menge verzehrt. Das Wissen um die Ernährung, das früher durch Mütter und Großmütter weitergetragen wurde, fehlt heute oft. Die Lebensmittelindustrie füllt diese Lücke mit bunten (synthetischen) Versprechen, meist völlig naturfernen Herstellungs-Verfahren (die Milchindustrie ist ein anschauliches Beispiel) und einer Lebensmittelauswahl aus der ganzen Welt, die Saisons komplett ignoriert. Zusätzlich überfluten uns eine wachsende Zahl von Ernährungs-Gurus (oft frei von jeglichem ernährungsmedizinischem Wissen) mit oft verwirrenden Konzepten (Steinzeit, LowCarb, NoCarb, HighCarb, HighFat, LowFat, Frei von… usw.). Ich verstehe jeden, der sich da nicht mehr auskennt und dem naheliegensten Trend folgt, und sei es MealPrep ;-).

Die Priorität für das Essen und seine Zubereitung ging irgendwann parallel zum Anstieg anderer, (scheinbar) wichtiger Aktivitäten, mit denen wir unseren Tag vollplanen, zurück. Für unsere Mütter/Väter/Großmütter war für das Kochen ein fixes Zeitfenster eingeplant, das war garnicht disponabel. Wohlbefinden und Langlebigkeit läßt sich eng mit unserer individuellen Priorität für frisch gekochte Nahrung verknüpfen. Das liegt alleine in unserer Hand (und in der Küche 😉 ).

 

Das Fazit der Autorin:

Meal Prep für zwischendurch ist gar nicht schlecht. Eine ganze Woche lang würde ich es allerdings nicht mehr machen.

Kluge Frau :-). Am Sonntag kann man außerdem so viele andere spannde Dinge tun, endlich.

 

 

Der kleine Küchenfuhrpark

Zum Ende der 52-Wochen-Serie wirds nun noch etwas technisch.

Gute Küchentools erhöhen in hohem Maße die Arbeitsfreude, mal ganz zu schweigen von der Zeitersparnis.  Alles von Hand zu bearbeiten ist für die meisten zu aufwändig, auch wenn viele Gesundheitsköche darauf schwören. Wegen der Energie. Das Argument ist korrekt, aber meine Priorität liegt eher bei der Alltagstauglichkeit. Für das antändige Küchen-Handwerk braucht man übrigens weder Designer-Küchengeräte noch die Weltneuheiten von Pro-Idee. Gute Funktion verpackt in schönes Design ist mir das liebste, Kenwood kriegt das z.B. ganz gut hin.

Heute also meine Idee einer kleinen, hilfreichen Küchenausstattung, die in jede Gesundheitsküche gehört und keinen übermäßigen Platz benötigt:

  • Stabmixer zum Pürieren
  • Standmixer mit Glasaufsatz (Smoothies, Pasten, Desserts)
  • Multizerkleinerer (elektrisch oder manuell von Rösle, Fissler, Lurch)
  • Gewürzmühle, oft im Set mit Standmixern erhältlich, (altern. Kaffeemühle)
  • Hochwertige und scharfe Messer machen sehr viel Spaß beim Vorbereiten sind wichtiger als jede Küchenmaschine. Im Fachhandel beraten lassen und ausprobieren, Messer müssen gut in der Hand liegen. Für Gemüse werden gerne Santoku-Messer empfohlen, die kosten schon mal um die 100 Euro, man wird es nicht bereuen
  • Schneidebretter in versch. Größen und Materialien (Holz, Kunstoff, Recyclingmaterial)
  • hochwertige Spar-Schäler in versch. Formen (für Knollen, Stangen, Tomaten etc.)
  • Küchenschere und Kräuterschere
  • Kochtöpfe in 3-4 versch. Größen mit hochwertiger Keramikbeschichtung oder Edelstahl
  • Pfannen in 2-3 Größen mit hochwertiger Keramikbeschichtung
  • Butterpfännchen
  • Mittelgroßer Wok
  • 1 großer, hoher Edelstahl-Topf für Pasta, Gemüse und Kartoffeln
  • beschichtete Werkzeuge (Kochlöffel, Spachtel, Schneebesen etc.) für beschichtete Kochtöpfe
  • Microplane Reibe für Ingwer, Muskat, Parmesan etc.
  • Microplane Standreibe für Gemüse, Äpfel etc.
  • Wasserkocher mit Temperaturvorwahl
  • mittelgroßer, schwerer Stein-Mörser
  • Schüsseln in allen Größen und Formen
  • Marmeladentrichter (zum Umfüllen ideal)
  • engmaschige Siebe in allen Größen
  • Thermoskanne
  • Vorratsgläser
  • Vorratsbehälter aus Glas, Keramik oder BPA-freiem Kunstoff (Emsa, Rotho)

 

Für Köchinnen und Köche, die regelmäßig größere Portionen (> 4) kochen, macht zusätzlich eine Küchenmaschine absolut Sinn. Und wer gerne und oft auch grüne Smoothies mag, braucht einen Powerstandmixer (mehr Infos dazu).

Was nicht in die Küche soll: Mikrowelle, Aluminium-Kochgeschirr, stumpfe Messer, billige Plastikbehälter.

 

Für mich sind übrigens Haushaltsläden wie ein Bermudadreieck, ich könnte stundenlang stöbern… 🙂

 

Photo: © Thomas Bethge – Fotolia.com

 

Das gehört in jede Speisekammer

Schon in den ayurvedischen Schriften wurden Speisen definiert, die für jeden gesunden Menschen, egal welcher Konstitution er angehört, so heilsam und ausgleichend sind, dass sie einen festen Platz in der Speisekammer haben sollten. Bei vielen dieser Lebensmittel gilt sogar die Devise, dass man sie täglich essen könnte, ohne in ein Ungleichgewicht zu kommen.

Dies gilt ja nicht immer, denn es gibt viele gesunde Lebensmittel, die in einem Übermaß verzehrt durchaus auch Probleme machen können. Dazu zählen z.B. grüne Blattgemüse, die man nicht täglich essen sollte, viele Süßmittel, zuviel Obst oder auch zuviele Gewürze.

Die folgende Auflistung beinhaltet Lebensmittel, die diesen Kriterien am nähesten kommen und bei uns leicht erhältlich sind. Mit diesem Grundsortiment läßt sich schnell eine Mahlzeit zaubern, auch wenn man mal nicht zum Einkaufen kommt. Das ganze in Bioqualität versteht sich von selber 🙂

 

Getreide

Basmati Reis, roter Reis (aus Asien oder Camarguereis), Quinoa, Hirse, Polenta, Dinkel und Kamutprodukte (Gries, Flocken, Schrot, Pasta, Brot)

Hülsenfrüchte

Grüne Mungbohnen, Gelbe Mungbohnen, Rote Linsen, Puy-Linsen

Fleisch

hier wird in erster Linie Wildfleisch und Wildvögel genannt und Fleisch von Tieren, die nicht von Menschen gefüttert werden oder selber nur sehr gute Nahrung zu sich nehmen. (Bspl.: eine freilebende Ziege nimmt nur Wildkräuter zu sich, deren Essenz über die Ziegenprodukte für uns verfügbar wird.)

Milchprodukte

Kuhmilch (nur Vorzugsmilch , Rohmilch,  Demetermilch), Ziegenmilch(produkte), Ghee aus Kuhmilch, Rohmilchprodukte und Bio-Milchprodukte in kleinen Mengen.

Gemüse

alle Gemüse der Saison und Region

Obst

Rosinen, Granatäpfel und Datteln sind die wertvollsten Sorten, dann kommt alles süße Obst der jeweiligen Saison. Als Trockenfrüchte sind auch Cranberries, Aprikosen, Pflaumen und Feigen eine gute Alternative, falls kein frisches Obst vorrätig ist. Zitronen und Limonen werden beim Kochen oft benötigt.

Nüsse und Samen

schwarzer Sesam, Mandeln, Kokosflocken, Sonnenblumenkerne, Walnüsse, Kürbiskerne, Pinienkerne, Pistazien, Chiasamen, Leinsamen (in jeweils kleinen Mengen), Sesambutter (Tahini), Mandelmus

Öle

Ghee, Kokosöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Leinöl

Süßmittel

Kokosblütenzucker, Jaggery (Palmzucker), brauner Vollrohrzucker (Rapadura, Mascobado, Ursüße), Birkenzucker, Reissirup, Honig, Ahornsirup, Stevia

Gewürze

Steinsalz, Ingwer, Gelbwurz, frische und getrocknete heimische Kräuter und Kräutermischungen, Kreuzkümmel, Koriander, Fenchelsamen, Senfsamen, schwarzer Pfeffer, Zimt, Kardamon, Nelken, Currypulver, Zwiebeln, Knoblauch, getrocknete Algen (Nori, Wakamem Dulse etc.), Misopasten, Tamarisauce,

Verdickungsmittel

Kuzu, Pfeilwurzelmehl

Flüssige Lebensmittel

Kokosmilch, Hafermilch, Mandelmilch, Dinkelmilch, Reismilch, Gemüsebrühen ohne Hefe

Getränke

gute Kräutertees, Roibuschtee, Gewürztees, stille Mineralwasser, im Sommer Kokoswasser

zusätzlich für Veganer

Naturtofu, Shitakepilze

 

Wenn man das alles zusammenzählt, passt das Grundsortiment in die kleinste Küche :-).

 

Photo: fotolia / © fotografiche.eu

Das gesunde Gewürzregal

In einem perfekten Gewürzregal gibt es ein ständiges Kommen und Gehen. Denn für die Qualität und Frische ist es sinnvoll, eher kleinere Mengen zu besorgen und öfter nachzukaufen.

Würzen ist keine komplizierte Kunst, wenn man die Mengen und Kombinationen beachtet. Wie bei allen ayurvedischen Grundsätzen ist der maßvolle Einsatz wichtig. Dann entwickeln die Gewürze die gewünschten Heileigenschaften, die in Gewürz- und Kräuterbüchern ausführlich beschrieben sind.

Die meisten Gewürze regen den Appetit an, fördern die Verdauung, harmonisieren, reinigen Blut und Gewebe, verschönern die Haut, reduzieren Blähungen, wirken aphrodisierend, machen das Essen wohlschmeckend und verleihen den Speisen sinnliche Aromen. Für viele Gewürze werden zusätzliche Heileigenschaften beschrieben, z.B. für den Knoblauch, der in den ayurvedischen Büchern mit seiner herzstärkenden und gesundheitsfördernden Wirkung über den grünen Klee gelobt wird.

Im Übermaß können Gewürze allerdings Unruhe im Körper erzeugen. Wer hat nicht schon mit Tränen gekämpft bei besonders scharfen Speisen?

Nachfolgend ein Liste der wichtigsten Zutaten fürs Gewürzregal.

 

1. Die Klassiker:

  • Schwarzer Pfeffer
  • Steinsalz

Bei beiden gibt es große Qualitätsunterschiede. Ideal sind hochwertige Pfefferkörner, in einer Mühle frisch gemahlen. Wer es ausgefallener mag: Kubebenpfeffer, Tellicherry Pfeffer, Langpfeffer, Kampotpfeffer usw… Für Gourmets und Verführer ;-). Gute Gewürzmühlen mögen übrigens nicht über dem Kochtopf bedient werden. Die Dämpfe verringern die Qualität des Mahlwerks.

Beim Salz ist ein gutes Steinsalz ideal für uns. Wir kriegen es hier im Salzkammergut und in Oberbayern sowieso quasi vor der Haustüre. Kochsalz aus dem Supermarkt ist ein NoGo. Himalayasalz ist seit Jahren stark im Gerede, weil es zum einen nicht unbedingt aus dem Himalaya kommt und dem guten Steinsalz nicht überlegen ist. Dafür aber unnötig teuer…

Auch beim Salz gibt es eine ausgefallene Variante für Kochfreaks, die man ab und an beimischen kann: Fleur de Sel, handgeschöpftes Meersalz. Ein kleiner, feiner Luxusartikel, z.B. für mediterane Speisen.

 

2. Must haves (sollten in keiner Küche fehlen):

  • Kreuzkümmel / Cumin
  • Koriandersamen
  • Fenchelsamen
  • Kurkuma / Gelbwurz
  • Senfsamen
  • Muskatnuss
  • Piment
  • Paprikapulver
  • Asafoetida / Hing (im Asienshop und Bioladen (Cosmoveda) erhältlich)
  • Lorbeerblätter
  • Zimt
  • Kardamon
  • Nelken

 

3. Gewürze, die Variationen ermöglichen, die man aber nicht jeden Tag verwenden wird:

  • Bockshornklee-Samen
  • Chilipulver oder Cayennepfeffer
  • Safran (z.B. für Reis- und Dessertgerichte)
  • Sumach / Zumac (feine Säure für mediteranes)
  • Szechuanpfeffer

 

4. Gewürzmischungen

sind enorm hilfreich, z.B. für kleine Haushalte und faule Köche (wie mich) oder wenns mal schnell gehen muss.

  • Kräutermischungen (Herbes des Provence, Italienische Kräuter etc.)
  • Das Lieblingscurry (oder 2 oder 3)
  • Ras el Hanout oder andere Afrikamischungen, Cajun Gewürz (kreolisch), Orientgewürze
  • Mischungen für Süßspeisen (Toptipp: Melange Orient von Babette’s, Flowerpower von Sonnentor)

Hier beginnt das Aromen-Nirwana und raubt einem die Sinne… Die Möglichkeiten sind so vielfältig und schnell hat man 20 weitere Gewürzdöschen im Schrank, wenn man nicht aufpasst :-). Da hilft nur ausprobieren in kleinstmöglichen Mengen. Die Hersteller wissen schon, wie sie uns ins Boot kriegen. Mit exotischen Namen (Buddhas Bauch, Scharfmacher, Sonnenkuss, FlowerPower usw.) und schön designten Verpackungen zum Beispiel.

Idealerweise kauft man die Gewürze in Bioqualität, auch wenn der Preis höher ist. Nur so kann man unbestrahlte Substanzen sicherstellen. Übrigens: nicht überall wo ein Fernsehkoch auf der Gewürzdose abgebildet ist, kann man von Top-Qualität ausgehen. Leider. Meist stehen große Gewürzkonzerne hinter diesen Kreationen.

 

5. Frische Kräuter:

Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie, Koriandergrün, Basilikum, Salbei, Thymian, Minze, Liebstöckl, Majoran, Oregano und weitere Küchenkräuter. Wenn man in der Großstadt lebt findet man in Asienshops auch frische Curryblätter. Sie sind eine wunderbare Ergänzung für Linsengerichte und Curries. Wenn man sie nicht bekommt, schmecken die Gerichte trotzdem, keine Sorge.

Aufbewahrungstipp für frische Kräuter: Blätter vom Stengel zupfen und trocken in einem ausreichend großen Glas im Kühlschrank aufbewahren. Halten so viel länger als beim Lagern in der Plastiktüte.
Beim Kochen werden die frischen Kräuter meist am Ende der Garzeit zugegeben.

Nun, nach dem Frühjahrsputz im Gewürzregal kann eigentlich die Shoppingtour starten 🙂

Eine Liste meiner Lieblingslieferanten aus dem Internet:  Spice for Life, AfrikaLaden, 1001 Gewürze, NoMu.
Im Bioladen nehm ich meist Sonnentor, Herbaria, Brecht, Lebensbaum. In Wien kauf ich bei Babette’s (auch online möglich), bei Suppito oder in der Kräuterdrogerie.

Nachtrag 2017: meine eigenen Gewürzmischungen mache ich mit den Rohgewürzen von herbosan in Freilassing. Elfie Breidt-Seiser ist eine super Beraterin für Kräuter, Gewürze, Teemischungen und alles ist in Apothekenqualität, also allerbeste Ware.

Granatäpfel entkernen ohne „Spuren“

Es ist Granatapfelzeit und manche verwenden diese Superfrucht nur zu adventlichen Dekozwecken in der Wohnung. Das ist schade, denn der Granatapfel gilt nicht nur in den ayurvedischen Schriften als eine der besten und heilsamsten Früchte, die das Universum so bietet. Nicht zuletzt kann man heute in den meisten Bioläden und Reformhäusern Säfte und andere Produkte dieser Frucht erwerben.

Ich nutze sie liebend gerne frisch, hatte aber bisher immer das Problem, dass beim entkernen die Kleidung, die Küche und anderes ungesichertes öfter mal heftig rot gepunktet daherkam.
Nun bin ich über einen link auf dieses Video gestoßen mit einem genialen Tipp, um das Granatäpfel-Entkernen spurlos und easy zu bewerkstelligen 🙂

🙂