Auch als abso­lu­ter Rote-Bete-Fan ist jetzt die Zeit, wo ich die­se und ande­re Wur­zel­ge­mü­se des Win­ters etwas über habe. Zumal die deut­sche Lager­wa­re oft­mal weich­lich und run­ze­lig im Regal liegt und nicht mehr viel Pra­na ver­spricht. Und die fri­sche­ren Knol­len und Wur­zeln aus Spa­ni­en kom­men nun mal aus Prin­zip nicht in den Topf.

Das alles ist aber kein Pro­blem, denn der Früh­ling hat ganz ande­re Lecke­rei­en für uns im Gepäck. Bär­lauch, Spar­gel, Rha­bar­ber, fri­sche Kräu­ter von der Wie­se (Löwen­zahn, Bren­nes­sel etc.), Fen­chel, Radies­chen, Früh­lings­zwie­beln, Spi­nat und vie­les mehr. Weiß­lich, grün­lich sind die Far­ben; bit­ter, scharf und herb die Geschmacks­rich­tun­gen. Und die­se ver­spre­chen rei­ni­gen, ent­schla­cken, revi­ta­li­sie­ren, erneu­ern… Karot­ten als Farb­kleks fürs Auge pas­sen natür­lich immer dazu. Schnell gekocht sind die Früh­lings­schät­ze auch noch und es macht Spaß, die­se Gemü­se frisch mit wenig Öl und span­nen­den Gewür­zen (z.B. ita­lie­ni­sche oder fran­zö­si­sche Kräu­ter­mi­schun­gen, afri­ka­ni­sche oder ori­en­ta­li­sche Gewür­ze) zuzu­be­rei­ten.

Der Früh­ling ist die idea­le Zeit für den inne­ren Früh­jahrs­putz. Die wei­se Natur gibt uns dafür genau die­se rei­ni­gen­den Lebens­mit­tel. Wie eine „Bürs­te” zie­hen sie durch die Kör­per­ka­nä­le und neh­men fest­sit­zen­de Sub­stan­zen aus dem Win­ter ein­fach mit… Dies gilt auch für den Geist, der mit fri­scher Klar­heit eini­ge see­li­schen Schla­cken mit ent­fer­nen kann.

Idea­le Getrei­de im Früh­ling sind Qui­noa, Bas­ma­ti­reis und Hir­se. Gewür­ze, die den Früh­jahrs­putz unter­stüt­zen sind Ing­wer, Basi­li­kum, Zimt, Kar­da­mon, Nel­ken, Ore­ga­no, in klei­nen Men­gen auch fri­scher Knob­lauch, Scha­lot­ten, Pfef­fer und Chil­lies.

bärlauchsauce

Fri­sche Kräu­ter sind ein­deu­tig die Stars der Sai­son, sie las­sen sich zu lecke­ren Kräu­ter­sup­pen und Kräu­ter­saucen ver­ar­bei­ten. Löwen­zahn, Bren­nes­sel, Giersch sind nur eini­ge der Mög­lich­kei­ten.

Unter­stüt­zen­de Geträn­ke sind hei­ßes Was­ser mit Ing­wer oder Zitro­nen­saft. Oder Kräu­ter­tees, z.B. Bren­nes­sel­tee.

Die Putz­ko­lon­ne wird eher geschwächt durch den Ver­zehr von Fleisch, Joghurt, Käse, schwe­ren Getrei­den (Wei­zen, Natur­reis und Hafer), zuviel Ölen und Fet­ten, frit­tier­tes Essen, Mikro­wel­le, Tief­kühl­kost, Kon­ser­ven und Con­ve­ni­ent Food. Die­se Nah­rungs­mit­tel soll­te man nun stark redu­zie­ren oder mei­den.

Lie­gen las­se ich übri­gens auch den Kür­bis im Bio­la­den. Kei­ne Ahnung, war­um man im Früh­ling, völ­lig außer­halb der Sai­son, die­sen aus Argen­ti­ni­en ein­flie­gen muss? Fal­sche Sai­son und fal­sche Regi­on, zwei Din­ge, die aus ayur­ve­di­scher Sicht abso­lut kei­nen Sinn machen für die Gesund­heit des Orga­nis­mus. Was auch für Äpfel und Bir­nen gilt, die der­zeit den Glo­bus umrun­den, nur weil es in Süd­ame­ri­ka und Neu­see­land gera­de Herbst ist…
Die Obst­zeit kommt früh genug, spä­tes­tens wenn die Erd­bee­ren süß und reif zum Sel­ber­pfü­cken bereit sind. Und sie dau­ert bis in den Win­ter, wenn Man­da­ri­nen und Gra­nat­äp­fel die Vor­weih­nachst­zeit fruch­tig ver­süs­sen. Mehr braucht der Kör­per nicht 😉

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