Für die Rishis im alten Indi­en war ein lan­ges und gesun­des Leben das maß­geb­li­che Ziel der Lebens­füh­rung. Der Moti­va­tor für die Ein­hal­tung von Regeln zu Ernäh­rung und Lebens­stil war die Aus­sicht auf das gesun­de Errei­chen eines hohen Alters von 100 Jah­ren. In einer Zeit auf­ge­schrie­ben, in der die durch­schnitt­li­che Lebens­er­war­tung unter 50 Jah­ren lag. Das ist, wie wenn man heu­te „ewig“ leben möch­te…

Wir spre­chen oft und ger­ne von guter Gesund­heit, aber was ist damit eigent­lich gemeint und an wel­chen Fak­to­ren kann man eine gute Gesund­heit erken­nen?
Tra­di­tio­nel­le asia­ti­sche Medi­zin­sys­te­me aber auch west­li­che Publi­ka­tio­nen defi­nie­ren meist fol­gen­de Aspek­te:

  • ein gesun­der und aus­ge­wo­ge­ner Appe­tit bzw. Hun­ger ohne extre­me Gelüs­te
  • eine gute Ver­dau­ung
  • eine regel­mä­ßi­ge und leich­te Aus­schei­dung von Stuhl, d.h. mind. 1 mal täg­lich, idea­ler­wei­se nach dem Auf­ste­hen
  • eine regel­mä­ßi­ge und leich­te Aus­schei­dung von Urin
  • eine regel­mä­ßi­ge und leich­te Aus­schei­dung von Schweiß
  • dem Alter ange­pass­tes gutes Funk­tio­nie­ren der 5 Sin­ne sehen, hören, rie­chen, schme­cken, füh­len
  • eine kla­re Stim­me
  • eine schö­ne Haut, ein gesun­der Teint
  • ein ruhi­ger und har­mo­ni­scher Geist, Lebens­freu­de und aus­ge­gli­che­ne Emo­tio­nen
  • kon­stan­te Ener­gie, ein star­kes Immun­sys­tem und gute Bewe­gungs­fä­hig­keit
  • leich­tes Ein­schla­fen beim Zubett­ge­hen und ange­mes­se­ne Län­ge und Qua­li­tät von gesun­dem Schlaf
  • Auf­wa­chen am Mor­gen mit Fri­sche

Gute Gesund­heit ist also nicht nur das Feh­len von aku­ten oder chro­ni­schen Krank­hei­ten, von Ver­stop­fung, Durch­fall, Blä­hun­gen, Sod­bren­nen, sau­rem Auf­stos­sen, regel­mä­ßi­gen Erkäl­tun­gen, schwa­chem Immun­sys­tem, Mor­gen-Müdig­keit, man­geln­der Ener­gie, Ängs­ten, PMS, Blut­hoch­druck, Haut­pro­ble­men usw.; ein als nor­mal betrach­te­ter Bestand­teil des täg­li­chen Lebens für vie­le Men­schen heut­zu­ta­ge.

Wer sei­nen Gesund­heits­zu­stand ein­schät­zen möch­te, muss nicht zum Arzt gehen und Blut, Urin und Stuhl ins Labor sen­den. Son­dern eher eine Woche lang sei­nen Kör­per mit Hil­fe die­ser Fak­to­ren scree­nen, um ein detail­lier­tes Bild zu erhal­ten.

Den größ­ten posi­ti­ven Effekt auf unse­re Gesund­heit haben Ernäh­rung und Lebens­stil. Ayur­ve­da und TCM, aber auch die west­li­che Natur­heil­kun­de lie­fern einen rei­chen Schatz an Hin­wei­sen, wie wir eine opti­ma­le Gesund­heit erhal­ten bzw. wie­der zurück erlan­gen kön­nen.
Dies beinhal­tet oft, aus rou­ti­nier­ten Ernäh­rungs- und Ver­hal­tens­wei­sen aus­zu­bre­chen. Was durch­aus ein bele­ben­des Aben­teu­er sein kann. Man­che Men­schen füh­len sich z.B. bei ihrem ers­ten Besuch in einem Bio­markt wie Ali­ce im Wun­der­land, ste­hen stau­nend vor Rapa­du­ra, Seit­an, Erd­man­deln und wis­sen erst­mal nicht, wel­che Köst­lich­kei­ten man dar­aus zau­bern kann.

Essen ist kein not­wen­di­ges Übel zum schnel­len Fül­len des Magens, son­dern der Treib­stoff für die Funk­ti­on unse­res gesam­ten Kör­per­sys­tems. Schnel­les Essen und schnel­les Leben hat uns ent­fernt von unse­ren indi­vi­du­el­len Lebens­rhyth­men und unse­rer Für­sor­ge für uns selbst.
Essen ist auch nicht zur Befrie­di­gung von luxu­riö­sen Gelüs­ten gedacht, die zwar kurz­fris­ti­ges Geschmacks­glück ermög­li­chen, dem jedoch ein stun­den­lan­ges Lei­den in Form von Völ­le­ge­füh­len und Bauch­schmer­zen fol­gen kann.

Was und wie wir essen kann uns gut­ge­launt, leicht, klar, ener­ge­tisch und sicht­bar glück­lich machen. Und natür­lich auch schön im Sin­ne von gesun­der Aus­strah­lung.
Das Bewusst­sein auf die Nah­rung zu len­ken stärkt nicht nur unse­ren Kör­per, son­dern auch Geist und See­le, was letzt­end­lich zu inne­rem Frie­den und gro­ßer Lebens­freu­de führt.

Denn gute Gesund­heit kommt von bewuss­tem Essen und Leben.

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