Nun ist sie wie­der da, die Zeit des spä­ten Win­ters, wenn man lang­sam müde wird ob der Dun­kel­heit, der nass­kal­ten Tage, der Schwe­re, die sich in den letz­ten Wochen aus­ge­brei­tet hat. Man wünscht sich sehn­lich in den Früh­ling und man­cher flüch­tet kurz in den Kar­ne­val, der je nach Inten­ti­on die Stim­mung heben bzw. den Win­ter ver­trei­ben soll…

Der Kör­per sen­det mehr und mehr Signa­le des Unwohl­seins. Wie­der­keh­ren­de Erkäl­tungs- und Grip­pe­wel­len, Hus­ten, Lau­fen­de Nasen, Ver­schlei­mun­gen, stän­di­ges Frös­teln, Hals­schmer­zen, Appe­tit­lo­sig­keit, Schwe­re, Müdig­keit, Träg­heit und Nie­der­ge­schla­gen­heit sind häu­fi­ge Sym­pto­me. Aber auch ein Über­maß an Tro­cken­heit macht uns zu schaf­fen.

Weil unse­re Ver­dau­ungs­kraft im Win­ter (eigent­lich) am stärks­ten ist, ten­die­ren wir zu schwe­re­rem Essen. Bei vie­len Men­schen führt dies jedoch mit der Zeit zu einer unhar­mo­ni­schen Ver­dau­ung, die den Kör­per mit Schla­cken und Gift­stof­fen belas­tet. Erkäl­tun­gen, Schnup­fen und Fie­ber sind eini­ge Wege des Kör­pers, um uns von davon zu befrei­en.

Durch die Kraft der Son­ne, die uns zuneh­mend län­ge­re Tage und eine lang­sa­me Erwär­mung in den nächs­ten Wochen beschert, wird ein wei­te­rer Effekt aus­ge­löst. Die im Kör­per über den Win­ter gela­ger­ten „Pols­ter“ gegen die Käl­te ver­flüs­si­gen sich und suchen mit Macht Wege nach drau­ßen, z.B. über Nase, Augen, Hals und Mund usw…

 

Tipps, um die letzten Winterwochen gut zu überstehen:

  • opti­mie­re die Ver­dau­ung durch gute Ess­ge­wohn­hei­ten
  • ver­wen­de über­wie­gend leicht ver­dau­li­che Nah­rung
  • redu­zie­re schwer ver­dau­li­ches wie Fleisch, Voll­korn­ge­rich­te, rohes und kal­tes Essen
  • näh­ren­de Sup­pen stär­ken alle Berei­che des Kör­pers. Das bes­te Koch­buch dafür gibts bei Sup­pi­to
  • bevor­zu­ge frisch gekoch­te und war­me Spei­sen
  • auf­ge­wärm­tes soll­te auf ein Mini­mum redu­ziert wer­den
  • redu­zie­re bit­te­res und schar­fes Essen, es erhöht die Tro­cken­heit
  • ver­mei­de eis­ge­kühl­te Spei­sen und Geträn­ke
  • gekoch­te und unge­koch­te Nah­rung zusam­men in einer Mahl­zeit ist nicht ide­al
  • ver­mei­de Fer­tig­ge­rich­te und Nah­rung aus Dosen und Glä­sern, sie erhö­hen die Schwe­re (Kapha). Es gibt sogar im Win­ter genü­gend fri­sche Nah­rungs­mit­tel, auch wenn sie nicht vom Bau­ern um die Ecke kom­men 😉
  • die rich­ti­ge Essens­men­ge (nicht zu viel und nicht zu wenig) erhält die Ver­dau­ungs­kraft und ver­hin­dert über­mä­ßi­ge Schwe­re (mehr infos)
  • Iss nur wenn du hung­rig bist und trin­ke nur wenn du durs­tig bist
  • trin­ke Ingwertee/Ingwerwasser und ande­re wär­men­de Geträn­ke (z.B. eine Mischung aus Ing­wer und Kori­an­der­sa­men), Gewürz­tees, Chai etc.
  • Wenn du erkäl­tet bist oder Fie­ber hast, lass ein paar Mahl­zei­ten aus bzw. trin­ke nur sehr leich­te Gemü­se-Brü­hen, bis der Appe­tit wie­der zurück­kommt.
  • Bei Hals­schmer­zen hilft es, mit Pfef­fer­was­ser zu gur­geln.
  • Wenn du unter Ver­schlei­mun­gen lei­dest, redu­zie­re alle Milch­pro­duk­te oder las­se sie für eine Wei­le ganz weg. Redu­zie­re eben­so Zucker, Weiß­mehl­pro­duk­te und kal­te Spei­sen. Ver­mei­de jeg­li­che Art von Fer­tig­ge­rich­ten und alles, was den Kör­per kühlt (Sala­te, kal­te Geträn­ke, Frucht­säf­te) bzw. die Kanä­le ver­stopft (Käse, schwe­re Süß­spei­sen etc.

Neben guten Ess­ge­wohn­hei­ten unter­stüt­zen auch noch ein paar ande­re Maß­nah­men das „Win­ter­wohl­be­fin­den“:

  • kräf­ti­ge und schweiß­trei­ben­de Bewe­gung (für die Yogis eig­nen sich z.B. vie­le Wie­der­ho­lun­gen von Sur­ya Namas­kar)
  • Klei­dung, die opti­mal wärmt (man traut sich das ja kaum zu sagen, weil es so selbst­ver­ständ­lich scheint, aber wenn man durch die Stadt geht, friert man manch­mal beim hin­se­hen…)
  • Hei­ße Bäder, Dampf­bä­der u.ä.
  • Ölmas­sa­gen (ide­al gegen Tro­cken­heit). Kann man mor­gens leicht sel­ber machen mit gutem Sesam­öl. Ide­al ist es, wenn man sich ab und an eine gute Ayur­ve­da-Mas­sa­ge gönnt.

Zu guter Letzt: Die Vor­freu­de auf den Früh­ling kann eben­falls die Stim­mung „auf­hel­len”!
🙂

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