Dosha-Aktivität während des TagesIn der Zeit von 10 bis 14 Uhr ist unsere Verdauungskraft am stärksten. Deshalb macht ein ausgiebiges Mittagessen für den Biorhythmus am meisten Sinn. Irgendwie ist uns diese Praxis jedoch verloren gegangen…

Wer die Möglichkeit hat, ein gutes Mittagessen zu sich zu nehmen, ist ein Glückspilz. Das beinhaltet sowohl die selbst gekochte Mahlzeit als auch der Besuch in Kantine und Restaurant. Doch hier kann bekannterweise viel schiefgehen. Nicht (mehr) viele Restaurants kochen frisch und mit hochwertigen Zutaten. Das Öl ist oft billig und ein Wiener Restaurantbesitzer berichtete kürzlich, dass die meisten seiner Kollegen nur noch Dosen öffnen. Nicht, weil sie nicht kochen könnten/wollten, sondern weil die Behörden zum Teil so abstruse Vorgaben durchsetzen, dass einem das frische Kochen vergehen kann. Hinter die Kulissen der Gastronomie mag man also lieber nicht schauen… Ein bisschen Recherche ist somit nötig, um das für sich passende Lokal mit qualitativ hochwertigem Essen zu finden, wenn man nicht als Freiberufler zuhause am eigenen Herd stehen kann.

Ein „großes“ Mittagessen muss übrigens nicht dazu führen, dass man danach wie ein Stein in den Mittagsschlaf fällt, sofern man diese zwei ayurvedischen Prinzipien beachtet:

  • leichte und leicht verdauliche Nahrung in großer Menge wirkt schwer
  • schwere und schwer verdauliche Nahrung in kleiner Menge wirkt leicht

Ein guter Mix von Leichtem und Schwerem ermöglicht also das angenehme After-Lunch-Glücksgefühl.

Schön ist, dass man mittags auch schwere Nahrunsmittel (Fleisch, Salat) verkraften kann, denn der Organismus hat den ganzen restlichen Tag Zeit für die Verdauung.

 

So wird das Mittagessen noch bekömmlicher

  • beim Mittagessen gilt wie beim Frühstück, dass ein regelmäßiger Rhythmus dem Körper besser „schmeckt“ als ein Essen zu den unterschiedlichsten Zeiten in unterschiedlichen Mengen. Bis zu einem gewissen Grad kann man sein Verdauungsfeuer auf regelmäßige Essenszeiten „trainieren“, was durchaus Sinn macht, wenn man in einem Arbeitsumfeld mit fixen Mittagspausen beschäftigt ist.
  • sollte der Appetit doch mal schwächeln, kann es hilfreich sein, ein Stück Ingwer mit Salz und ein paar Tropfen Zitronensaft als Appetizer zu kauen.
  • essen ohne Hunger ist für das Verdauungsfeuer eine Tortur, auch mittags.
  • die Verdauungsenzyme können nicht wirken, wenn man sie vor dem Essen in Flüssigkeiten „ertränkt“. Auch wenn der Kellner etwas verständnislos kuckt, ein kleines Glas Wasser ist das maximale, was man zum Mittagessen trinken sollte. Alkohol, wenn überhaupt, erst nach dem Essen in homöopatischer Menge.
  • bleibt der Hunger in der Pittazeit (10-14 Uhr) unbefriedigt, führt dies zu Disharmonie im Körper. Eneergieabfall und Heißhungerattacken sind oft die Folge.
  • nach dem Essen lohnt sich eine kurze Pause, bevor man sich wieder an den Computer setzt. Oder die berühmten 100 Schritte gehen…

Auch diese TippMittagessens sind wie immer hilfreiche Guidelines, die jedoch nicht in Stein gemeißelt sind. Manchmal hat der Körper seine eigene innere Uhr…

 

 

 

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